Rezension | Doctor Who: Der elfte Doctor – Schatten von Shada | Comic

„Schatten von Shada“

Der elfte Doktor – „Schatten von Shada“
Erstveröffentlichung: 27.03.2018
Format: Softcover
Seiten: 128
Autor: Si Spurrier, Rob Williams
Zeichner: Simon Fraser
ISBN-13: 978-3741606632

Der Doktor und seine Begleiter sind – verfolgt durch einen Zeitkopfgeldjäger – auf einer wilden Reise durch Raum und Zeit. Mit River Songs Hilfe wollen sie beweisen, dass der Timelord kein wahnsinniger Kriegsverbrecher ist. Sie folgen dabei einer mysteriösen Spur, die sie an den gefährlichsten Ort des Universums führt. So gefährlich, dass der Doktor die Erinnerung daran aus seinem Gedächtnis gelöscht hat, damit niemand diesen Ort jemals finden kann … Shada!


Rezension

Der elfte Doktor hat aktuell eine große Crew an Bord. Mit Alice, der geheimnisvollen Schildmaid und dem Dalek-Jäger Abslom Daak ist die Tardis voller denn je. Und der Doktor sorgt für weiteren Zuwachs, da er für einen Einbruch eine Expertin anheuern will. Professor River Song, die ihn irritierenderweise immer noch als „Mein Süßer“ tituliert. Immer noch verfolgt vom Damals-und-Heute brechen sie auf einem Planeten ein: Shada. Doch das ist nur eine Station auf einer Schnitzeljagd durch das bekannte und unbekannte Universum. Vor allem mit der Zeit gibt es zahlreiche Probleme. Denn so geraten verschiedene Begleiter in unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten in Lebensgefahr. Und der Doktor kann nicht überall gleichzeitig sein – zumindest nicht in derselben Inkarnation.

Der fünfte Band der Reihe um den elften Doktor fährt charaktertechnisch schweres Geschütz auf. Aber man muss sich doch fragen, warum eigentlich? Denn River Song ist für diese Geschichte verschenkt. Sie läuft eine Hälfte der Geschichte einfach nur mit, die andere Hälfte liegt sie auf Eis. Auch der Besuch auf Shada ist eine verpasste Gelegenheit. Hier wäre es möglich gewesen, auf eine der legendärsten Folgen des vierten Doktors zu referenzieren. Doch es wird nur eine Randnotiz, mit der die wenigsten heutigen Leser noch etwas anfangen können. Somit ist der vorliegende Band eher chaotisch, samt einer fortgeführten Flucht aus dem Vorband, zusätzlich in Gefahr gebrachter Charaktere (River) und einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Das alles zusammen lässt den Band leider nur Mittelmaß erreichen. Schade, hier wäre definitiv mehr möglich gewesen.

„Schatten von Shada“ ist zwar einerseits der fünfte Band der aktuellen Comicreihe rund um den elften Doktor aus „Doctor Who“. Andererseits wird das Werk durch diesen Namen im Schatten von Shada bleiben, denn an das hier referenzierte Abenteuer kommt der Comicband leider niemals heran. Auch wurden Charaktere des Effekts wegen eingebunden, ohne effektiv eine Rolle zu spielen. Das alles – inklusive der Illustrationen – lässt den Leser mit einem nur durchschnittlichen Endergebnis zurück.


Diese Rezension ist im Original bei Janetts Meinung zu finden.


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Stefan Cernohuby on Wordpress
Stefan Cernohuby
Redakteur
Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.
Stefan Cernohuby

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Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.

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