Rezension | Doctor Who – Der Tod und die Königin | Hörspiel

Der Tod und die Königin

Doctor Who – „Der Tod und die Königin“
Erstveröffentlichung: 27.04.2018
Format: Hörspiel (CD & Audiodownload)
Minuten: 61 (Auf einer CD)
Autor: James Goss
Sprecher: Axel Malzacher, Kordula Leiße, Peter Lontzek, Kerstin Sanders-Dornseif uvm.
ISBN: 978-3-7857-5684-3

Donna Noble hatte nie Glück in der Liebe. Kein Wunder, dass Sie eine Traumhochzeit feiern will, als sie plötzlich doch noch ihren Prinzen findet. Auch wenn der Doktor nicht gerade auf eine Einladung wartet, und ihre zukünftige Schwiegermutter gar nicht begeistert ist. Doch an ihrem großen Tag wird Donnas Schloss von dunklen Mächten belagert, die an der Spitze einer Skelettarmee marschieren. Und es scheint so, als ob nicht einmal der Doktor diesen Tag noch retten könnte. Was wird Königin Donna tun, um ihr Volk vor dem personifizierten Tod zu retten?


Rezension

„Der Tod und die Königin“ ist der letzte Teil dieser dreiteiligen ersten Hörspielstaffel des zehnten Doktors und die vorerst letzte Geschichte mit Donna Noble (in der ebenfalls dreiteiligen zweiten Staffel ist der zehnte Doktor mit Rose Tyler unterwegs). Und, trotz holprigem Start mit dem belanglosen „Technophobie“ und einem sehr durchschnittlichen Mittelteil mit „Die Zeitdiebe“, beendet Autor James Goss diese Reihe mit einem sehr kurzweiligen und unterhaltsamen Abschluss.

Donna bekommt (mal wieder) einen Heiratsantrag und will deswegen nicht nur das Reisen mit dem Doktor aufgeben, sondern soll deswegen auch gleich noch zur Königin gekrönt werden. Alleine diese Outline veranschaulicht schon, in welche Richtung die Geschichte gehen soll. Es ist nicht Bierernst und nimmt sich selbst auch nicht so wichtig, wie die ersten beiden Teile dieser Reihe. Es ist eine spaßige kleine Geschichte, deren Ausgang trotzdem nicht so vorhersehbar ist, wie man meinen könnte. Fast beiläufig und desinteressiert wird mit der titelgebenden Figur des „Todes“ umgegangen, der irgendwie erst Beiwerk zur Geschichte ist und dann erst am Ende Gewichtung findet, als man einen Abschluss für die Story braucht. Getragen wird die Geschichte ganz klar durch das Setting, den Kontrast der aufeinanderprallenden Welten, der Absurdität die dadurch entsteht und das miteinander Agieren der Charaktere.

Gerade letztere, die Charaktere, muss man in der deutschen Version dieser Hörspiele wirklich hervorloben. Peter Lontzek und Kerstin Sanders-Dornseif als undurchschaubare, royale Mutter-Sohn-Paarung, haben eine so ansteckende Spiellaune und Chemie mit sich und den übrigen Sprechern, dass man alleine schon der Sprecher wegen Spaß an dem Hörspiel hat. Wo ich zuerst dachte, dass Lübbe sein Klientel halt gut kennt und gerade die selbsternannten Nerds, Geeks und Fanboys/girls ansprechen möchte, weswegen für ein David-Tennant Hörspiel unbedingt Peter „Marvel’s Loki“ Lontzek engagiert werden musste, muss ich meine Bedenken jedoch als grundlos einstufen, da das Casting absolut passte. Man kann den deutschen Hörspielen einiges vorwerfen – die Sprecherauswahl ist jedoch weiterhin grandios.

Wo wir bei Vorwürfen sind, so könnte man abermals die Übersetzung ankreiden. Da diese Hörspiele aber allesamt im selben Atemzug produziert worden sind, verweise ich auf die Rezensionen der vorherigen Teile und hoffe halt nur zukünftig auf eine Besserung.

Mit „Der Tod und die Königin“ ist ein deutsches Doctor Who Hörspiel erschienen, welches eine klare Kaufempfehlung ausgestellt bekommt. Nicht nur Fans des zehnten Doktors und Donna Noble kommen auf ihre Kosten, auch die übrigen Doctor Who Fans sollten der Geschichte etwas abgewinnen können. Für den Fall, dass man nur aus Neugierde mal in eines der ersten drei Hörspiele reinhören möchte, sollte man unbedingt dieses wählen. Da die drei Teile inhaltlich nicht zusammenhängen, ist die Reihenfolge eh vollkommen egal. Und wer sich von „Technophobie“ oder „Die Zeitdiebe“ bereits hat abschrecken lassen, sollte sich durchaus überlegen, ob er dieser Geschichte nicht doch noch eine Chance gibt.


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André McFly
Gründer & Chefredakteur
Ich bin seit über 10 Jahren Doctor Who Fan und hatte 2013 die Idee für eine deutsche Doctor Who Reviewseite. Über die Jahre hat sich der Whoview allerdings zu mehr als nur einer Reviewseite entwickelt und so schreibe ich heute vor allem News und Rezensionen. Ich bin auch jährlich auf der Timelash als Presse zu Gast und veröffentliche meine Eindrücke hier auf der Seite. Fernab von Doctor Who betreibe ich mehrere Podcasts, mache Musik und versuche mich als Autor.
André McFly

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