Rezension | Doctor Who: Der dritte Doktor – Die Maschine des Bösen | Mediabook mit DVD & Blu-ray


Nach all den Jahren der Veröffentlichungen neuer deutscher Classic-Who Folgen ist es endlich soweit! Endlich darf auch der dritte Doktor auf Deutsch zeigen, was er zu bieten hat – und das ist noch nicht alles! Auch der erste Master und Jo Grant bekomme ihre ersten deutschen Auftritte. Das allein sind schon Gründe genug, “Die Maschine des Bösen” genau unter die Lupe zu nehmen, was wir in dieser Rezension nachfolgend auch tun!

„Doctor Who – Die Maschine des Bösen“ könnt Ihr hier als Mediabook bestellen.


Doctor Who – Die Maschine des Bösen

Veröffentlichungsdatum:
14. April 2023 (Limited Edition) | 28. April 2023 (Mediabook)
Darsteller:
Jon Pertwee, Katy Manning, Nicholas Courtney,
Roger Delgado, Richard Franklin, John Levene
Bildformat:
4:3

Ton:
Deutsch: Dolby Digital 2.0
Englisch: DTS HD 2.0
Sprachen:
Deutsch | Englisch
Untertitel:
Deutsch | Englisch

Laufzeit:
150 Minuten

FSK:
12
EAN:
4006448366827


Aufmachung & Inhalt

Das Mediabook ist dem etablierten Design von beispielsweise “Kriegsspiele” & “Das Grab der Cyberman” nachempfunden und fügt sich somit perfekt in diese Reihe ein. Wenn man das Buch öffnet, findet man im Inneren eine Blu-ray und zwei DVDs. In der Mitte des Mediabooks findet man die Seiten des Booklets mit Infos zur Produktion.

Der exklusiv bei Amazon erschienenen “Limited Special Edition” liegen neben den drei Disks, außerdem noch eine nummerierte handsignierte Autogrammkarte von John Levene, eine 3D-Lenticularkarte, ein U.N.I.T.-Ausweis des Doktors, ein Brief aus Stangmoor. ein Art-Card-Set und eine Klappbox, in der alles seinen Platz findet, bei. Auf der Rückseite des Mediabooks findet man die Nummer der Limitierung (1-1500). Die Autogrammkarte der Special Edition ist außerdem zusätzlich nummeriert (1-333).

Auf der Blu-ray sind die sechs Episoden in HD sowie das Bonusmaterial zu finden. Auf der ersten DVD befinden sich die Episoden 1-6, auf der zweiten hingegen das Bonusmaterial.

Folgendes Bonusmaterial ist vorhanden:

  • Making-Of: Die Maschine des Bösen
  • Hinter dem Sofa
  • Damals und Heute
  • Hinter den Kulissen des Fernsehzentrums
  • Blue Peter: Besuch im Schminkwagen
  • Terrance und ich
  • Katy Manning im Gespräch
  • BBC Trails und Continuities
  • BBC South East über Kolorierung
  • Trailer
  • Bildergalerie
  • PDFs

Menü

 

Das Menü ist optisch ansprechend dargestellt, mit Szenen aus der Folge im Hintergrund und vier bis fünf Hauptmenüpunkten, über die man wahlweise alles abspielen kann, zu der Episodenauswahl kommt, das Bonusmenü starten, die Trailer abrufen oder die Spracheinstellungen öffnen kann.


Bild

Das Bild basiert auf der britischen Veröffentlichung und glänzt durch eine tadellose Restaurierung und Aufarbeitung. Natürlich zeigt es auch die typischen Krankheiten, die sich durch die Art der Aufnahme – auf Videotapes statt Filmband – selbst in der DVD Verarbeitung nicht vermeiden lassen. Dies ist aber der Produktion zu Schulden und darf somit bei der Beurteilung nicht ins Gewicht fallen.

Allerdings ist anzumerken, dass gerade die Episoden der Pertwee-Ära zu den optisch eher minderwertigen Exemplaren gehören. Schon die damaligen DVDs und auch die jetzigen restaurierten HD-Fassungen haben eine deutlich schlechtere Bildqualität als die Schwarz-Weiß-Folgen der Vorgänger oder die Farbfolgen der späteren Doktoren. Dies ist kein Manko der deutschen Veröffentlichung, sondern betrifft bereits das Ausgangsmaterial. Man sollte sich also darüber im Klaren sein, dass man hier zwar das bestmögliche restaurierte Bild bekommt, aber das Ausgangsmaterial eben nicht besonders viel hergibt.


Ton & Untertitel

 

Die Tonspuren liegen in der deutschen Version im Dolby Digital 2.0 Format vor. Die englische Variante hingegen kommt im DTS 2.0 Format daher.

Es liegen englische und deutsche Untertitel vor.


Synchronisation

Endlich darf Michael Schwarzmaier auch dem dritten Doktor in einer Folge seine unvergleichliche Stimme leihen. Es gab zwar schon Einsätze wie z.B. bei “Die Fünf Doktoren“, aber hier darf er endlich mal eine richtige Interpretation in voller Länge darbieten. Und ja, gleich vorweg: es passt. Auch der dritte Doktor erhält einen eigenen Charakter und wird von Schwarzmaier mit leicht anders klingenden Nuancen ausgestattet, die ihn von den anderen klassischen Doktoren unterscheiden. Wie es sich für den dritten Doktor gehört, spielt Schwarzmaier ihn mit einer Eleganz, leichten Arroganz und Noblesse, dass man sofort von seiner Leistung überzeugt ist. Man kann nur hoffen, dass sich Polyband oder Pandastorm bald an “Die Drei Doktoren” wagen…

Aber auch der Master, dargestellt von Roger Delgado, bekommt in seiner ersten Leinwandinkarnation einen nicht minder tollen Sprecher verpasst. Man hätte ja durchaus den Schritt gehen können, den man mit dem Doktor schon vor 30 Jahren gegangen ist, und einfach alle Master mit dem gleichen Sprecher ausstatten – wäre in diesem Fall Richard van Weyden, wie beim Anthony Ainley Master – aber nein, man hat sich entschieden, dem ersten Master eine eigene, passende Stimme zu geben und hätte damit nicht besser liegen können. Mit Andreas Meese bekommt dieser auf Deutsch genau den richtigen Sprecher, der seine Art als Gentleman-Bösewicht perfekt unterstreicht. Meese spricht den teuflischen Ränkeschmied mit so viel diabolischem Narzissmus und gekonnt widerlicher Arroganz, dass es eine wahre Freude ist.

Mit Jo Grant, die von Dagmar Bittner gesprochen wird, tue ich mich allerdings noch etwas schwerer. Sie passt zwar und spielt auch gut, aber irgendwie fehlt mir hier etwas Greifbares. Sie schwebt für mich noch über der Figur und weiß noch nicht so recht, wie sie sie anlegen soll. Aber vielleicht bessert sich das in Zukunft, ähnlich wie beim Brigadier. Dessen Sprecher, Achim Barrenstein, wirkte bei seinem ersten Einsatz in “Das Netz der Angst” auch noch etwas planlos, trifft hier aber den Nagel auf den Kopf. Vielleicht liegt es am Charme der Farbfolgen, aber hier konnte er mich deutlich mehr überzeugen als zuvor.

Glücklicherweise können auch die Übersetzung und die Produktionsqualität wieder mit der hervorragenden Sprecherleistung mithalten. Ein Traum auf Deutsch!

Eine Auflistung aller Sprecher sowie weitere Infos dieser Folge sind hier im Synchronforum zu finden.


 Fazit

Der dritte Doktor, der erste Master, Jo Grant und das alles zum ersten Mal auf Deutsch? In einer Fan-Favorite-Folge mit ganzen 6 Folgen? Da gibt es wirklich nicht mehr viel zu überlegen. Diese Box sollte in keinem Regal fehlen!



 

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André McFly
Gründer & Chefredakteur
Ich bin seit über 10 Jahren Doctor Who Fan und hatte 2013 die Idee für eine deutsche Doctor Who Reviewseite. Über die Jahre hat sich der Whoview allerdings zu mehr als nur einer Reviewseite entwickelt und so schreibe ich heute vor allem News und Rezensionen. Ich bin auch jährlich auf der Timelash als Presse zu Gast und veröffentliche meine Eindrücke hier auf der Seite. Fernab von Doctor Who betreibe ich mehrere Podcasts, mache Musik und versuche mich als Autor.
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André McFly

Ich bin seit über 10 Jahren Doctor Who Fan und hatte 2013 die Idee für eine deutsche Doctor Who Reviewseite. Über die Jahre hat sich der Whoview allerdings zu mehr als nur einer Reviewseite entwickelt und so schreibe ich heute vor allem News und Rezensionen. Ich bin auch jährlich auf der Timelash als Presse zu Gast und veröffentliche meine Eindrücke hier auf der Seite. Fernab von Doctor Who betreibe ich mehrere Podcasts, mache Musik und versuche mich als Autor.
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