Rezension | Doctor Who – The Legends of River Song | Buch

„The Legends of River Song“

Doctor Who – „The Legends of River Song“
Erstveröffentlichung: 31.05.2016
Format: Hardcover
Seiten: 224
Autoren: Jenny T Colgan,‎ Jacqueline Rayner,‎ Steve Lyons,‎ Guy Adams,‎ Andrew Lane
ISBN-13: 978-1-785-94088-0

Melody Pond, Melody Malone, River Song… She has had many names. (…) These are just a few of River Song’s exploits, extracted from her journals. Sometimes, she is with the Doctor. Sometimes she’s on her own. But wherever and whenever she may be, she is never far from danger and excitement. This is just a tiny portion of her impossible life. But it will reveal more than you’ve ever known about the legend that is River Song. (Auszug Klappentext Ebury Publishing)


Rezension

And then he turned up. Fez and bow tie and tweed jacket. […] Well, I couldn’t resist. I waited until he was within touching distance then I leaned forward and whispered, “Hello, Sweetie.”

Die fünf Kurzgeschichten des englischsprachigen Buches „The Legends of River Song“ sind leicht verständlich geschrieben, voll mit britischem Humor, spannenden Szenen und zahlreichen Verweisen auf die Serie.

Die erste Story ist „Picnic at Asgard“ von Autorin Jenny T. Colgan. Da Asgard mehrfach in Doctor Who erwähnt wird, war ich besonders neugierig auf diese Geschichte. Und darum geht’s: River bricht aus Stormcage aus und trifft sich mit dem Doktor zu einem Date, um den ASGARD™-Vergnügungspark-Planeten zu besuchen. Zunächst sieht es nach einem harmlosen Ausflug aus, der sich durch einen unbekannten Saboteur im Park allerdings schnell zum gefährlichen Abenteuer für die beiden entwickelt:

The beast was a robot of course, it had no independent thought at all, but it responded to movement and noise. I ran down the steps towards the stage and clambered over the barriers. […] The Doctor was trying to get close to it, but every time he approached, the dragon would drop its head and make a lunging noise […]

In der zweiten Geschichte, “Suspicious Minds” von Jacqueline Rayner, ist River mit einem Nestine Duplikat befreundet, der seine Zeit als Elvis bei Madame Tussauds verbringt. Als der Doktor davon erfährt, erklärt er River, dass sie diese Verbindung nicht länger aufrechterhalten kann, da ihr Freund durch einen bevorstehenden Invasionsangriff der Nestine zur Gefahr für sie werden wird. Um dem zu entgehen, könnte der Doktor den Plastik-Mann verstecken, doch dieser beschließt, sich stattdessen lieber einzuschmelzen. Vorher wollen River und der Doktor ihm allerdings ein letztes „Hurrah“ bieten. Elvis wählt „The Meadows“ aus, bei dem es sich um den schönsten Platz auf Erden zu handeln scheint. Doch die Idylle täuscht, auch wenn River das zunächst nicht wahrnimmt:

The peace here was so engrossing though that it kept even the smallest melancholy thought at bay. […] I’m sometimes scared at how much of my well-being is tied up with that man [the Doctor]. He hovers above my consciousness continually. […] I should have known things were wrong when I first began to forget about him.

In „A Gamble with Time“ von Steve Lyons kommt der Doktor zu River nach Stormcage, um sie um Hilfe zu bitten:

He [The Doctor] was in his bow-tie-and-chin incarnation. As I would later learn, he hadn’t been to Lake Silencio yet. If he had, he’d have known why showing his face – any of his faces – in Stormcage was a terrible idea. To be fair to him, he had come in disguise. […] “River”, said the Doctor gravely. “I need your help.”

Ein Mann namens Martin Flint ist in einen Vortex-Riss gefallen und wurde circa 8 bis 10 Stunden in die Vergangenheit geschickt. Um zu verhindern, dass Mr. Flint etwas Dummes anstellt, sich in Gefahr bringt oder sein jüngeres „Ich“ kontaktiert, soll River den Tag über auf ihn aufpassen. Eine gefährliche Aufgabe, wie sich herausstellen soll.

„Death in New Venice“ des Autors Guy Adams ist die einzige Geschichte, in der der Doktor nicht erwähnt wird. Hier arbeitet River für die Firma DreamInc, die New Venice als neue Wohnsiedlung errichten will. Dazu wird die Stadt aus einem Material zusammengesetzt, dass die Gedanken der Menschen Wirklichkeit werden lässt, um die Häuser ihren persönlichen Bedürfnissen anzupassen:

DreamInc’s trump card is a new invention called WishCrete […]. “An innovation in psychic-active construction technology, a[…] substance initially programmable through focused mental input which […] reflects the desires and thoughts of those in proximity with it.”

Das WishCrete wird in seiner Bauphase mit Rivers Wissen aus der ursprünglichen Stadt „gefüttert“, um New Venice nach seinem Vorbild zu formen. Plötzlich werden jedoch Bauarbeiter auf unerklärlich scheinende Weise angegriffen.

In der letzten Geschichte, „River of Time“ des Autors Andrew Lane, sucht der Archäologe Prof. Darin Forcade River in Stormcage auf, da sie ihn zu einer prähistorischen Entdeckung begleiten soll. Auf dem Planeten angekommen erlebt River eine große Überraschung, denn bei dem Fund handelt sich um die TARDIS, an der ein Schild angebracht ist, dass die blaue Box vom Finder an sie übergeben werden soll. Doch warum ausgerechnet an sie?

[…] I’ve been racking my brains for reasons why the TARDIS might be here […]. Has it just arrived, or has it been here for a while? Are my mum and dad here as well? Is the Doctor inside, or is he off exploring?

Steckt der Doktor dahinter oder handelt es sich um eine geschickt getarnte Falle?

Zusammenfassend gesagt ist „The Legends of River Song“ ein großartiges Buch, das ich sehr schnell durchgelesen habe. Es macht großen Spaß, diese von Steven Moffat kreierte Figur bei weiteren Abenteuern zu begleiten. Lediglich „Death in New Venice“ hat mir weniger  gefallen, da mir dort vor allem Verweise auf den Doktor und die Serie gefehlt haben. Die anderen vier Geschichten fand ich dagegen sehr gelungen und würde mir sogar einen Folgeband wünschen. Immerhin gibt es noch viele mögliche Stories, über die ich gerne etwas erfahren würde, wie zum Beispiel, was River und der Doktor auf den Osterinseln getan haben oder wer „Jim, the Fish“ war. Doch wie würde River jetzt vermutlich passend sagen: Spoilers!


Diese Rezension ist auch in der März-Ausgabe von „Großartiges Britannien: Culture / History / Travel Magazine erschienen.


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Andrea Vasel
Redakteurin
Ich bin angehende Kultur- & Reisejournalistin, Autorin und Großbritannien-Fan. Da Doctor Who ein wichtiger Bestandteil der britischen Popkultur ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich die Serie kennen und lieben lernen durfte. Auf meiner Facebookseite „Großartiges Britannien“ sowie der von mir gegründeten Online-Zeitschrift "Großartiges Britannien: Culture / History / Travel Magazine" berichte ich regelmäßig über den Doktor. Neben meinen journalistischen Arbeiten schreibe ich außerdem an einer Whodunnit-Reihe, die in London spielt.
Andrea Vasel

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Ich bin angehende Kultur- & Reisejournalistin, Autorin und Großbritannien-Fan. Da Doctor Who ein wichtiger Bestandteil der britischen Popkultur ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich die Serie kennen und lieben lernen durfte. Auf meiner Facebookseite „Großartiges Britannien“ sowie der von mir gegründeten Online-Zeitschrift "Großartiges Britannien: Culture / History / Travel Magazine" berichte ich regelmäßig über den Doktor. Neben meinen journalistischen Arbeiten schreibe ich außerdem an einer Whodunnit-Reihe, die in London spielt.

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