Rezension | Doctor Who – Die Stadt des Todes | Buch

„Die Stadt des Todes“

Doctor Who – „Die Stadt des Todes“
Erstveröffentlichung: 01.11.2015
Format: Taschenbuch
Seiten: 400
Autoren: Douglas Adams, James Goss, David Fisher
Übersetzung: Claudia Kern

 

Der Doktor und Romana machen Urlaub in Paris – einer wundervollen Stadt. Ganz besonders, wenn man sie während ihrer Glanzjahre besucht. Doch die TARDIS bringt die beiden in das Jahr 1979, ein Jahr, in dem der Glanz durch Risse im Gefüge von Raum und Zeit getrübt wird. Schon bald sind die Time Lords in eine waghalsige Alien-Intrige verwickelt, mit selbstgebastelten Zeitmaschinen, dem Raub der Mona Lisa, der Wiederauferstehung der gefürchteten Jagaroth und dem Beginn (und wahrscheinlich auch dem Ende) allen Lebens auf der Erde.


Rezension

Der vierte Doktor und Romana machen endlich einmal Urlaub. Die TARDIS hat sie dazu ins Paris des Jahres 1979 geführt. Ein Paris, das zwar nicht außergewöhnlich ist, aber trotz alledem Paris. Und so entspannen sich die beiden ziemlich gut, bis sie im Louvre eine Frau sehen, welche die Sicherheitssysteme der Mona Lisa von Leonardo da Vinci mit seltsamer Technologie scannt. Nach einem kurzen Intermezzo mit einem britischen Privatdetektiv landen sie bei Count Scarlioni und seiner Frau, die planen, die Mona Lisa zu stehlen. Dabei scheint der Doktor nur ein kleines Ärgernis zu sein, welches den Diebstahl nicht verhindern kann. Tatsächlich ist dieser nur ein kleiner Schritt eines weit ausgefeiteren Plans. Denn der Count ist der letzte Jagaroth, ein Außerirdischer, der in unterschiedliche Zeitfragmente zersplittert wurde und den Wissenschaftler Kerensky dazu bringen will, ihm eine Zeitmaschine zu bauen. Was er vorhat, könnte die gesamte Geschichte der Erde in Gefahr bringen, ganz zu schweigen vom Doktor und Romana selbst. Dagegen sind selbst multiple Mona Lisas nur ein kleines Problem.

Die Geschichte beginnt ein wenig verwirrend, beruhigt sich vorübergehend und trumpft dann mit verschiedenen Handlungsebenen auf, die sich durch Raum und Zeit spannen. Das Buch verrät etwas davon, dass sowohl Douglas Adams als auch James Goss beteiligt waren. In diesem Fall ist die Lage aber etwas komplizierter als bei anderen Romanen mit dieser Konstellation. Denn die Geschichte selbst stammt von David Fisher. Douglas Adams musste kurzfristig einspringen, um die Handlung in ein Drehbuch zu verpacken und James Goss nahm sich viele Jahrzehnte später der Romanfassung an. Wie funktioniert das? Mittelmäßig. Der Einfluss von Douglas Adams auf das Gesamtergebnis ist kaum erkennbar. Man kann zwar trotz der vergangenen Zeit und auch in Ermangelung des Bildes Tom Baker vor sich sehen, wie er den Schurken ins Gesicht lacht und nichts ernst nimmt. Auch Romana bekommt nach ihrer Regeneration die Chance, sich hier ein wenig charakterlich weiterzuentwickeln. Insgesamt ist der Roman aber trotz der spannenden Idee und der tollen Umsetzung in der Serie nicht herausragend, sondern nur solide gelungen. Er wirkt irgendwie nicht konsistent. Fans der Reihe „Doctor Who“ und insbesondere des vierten Doktors machen sicherlich trotzdem keinen Fehler, wenn sie sich dieses Werk kaufen.

„Die Stadt des Todes“ ist ein Roman, an dessen Entstehen mehrere Autoren beteiligt waren. Darunter waren David Fisher mit der ursprünglichen Geschichte, Douglas Adams mit einer Drehbuchadaption und zuletzt James Goss mit der finalen Fassung. Das Werk behandelt ein Abenteuer des vierten Doktors aus „Doctor Who“ und ist, wie man aus dem Titel (mehr oder weniger) eindeutig ableiten kann, in Paris angesiedelt. Doch trotz einer spannenden Geschichte wirkt das Werk nicht wie aus einem Guss, was vermutlich durch die verschiedenen Autoren zu erklären ist. Für wahre Fans der Reihe ist der Roman dennoch zu empfehlen.


Diese Rezension ist im Original bei Janetts Meinung zu finden.


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Stefan Cernohuby
Redakteur
Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.
Stefan Cernohuby

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Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.

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