Rezension | Doctor Who – Die verlorene Magie | Hörbuch

Die verlorene Magie

Doctor Who – „Die verlorene Magie“
Erstveröffentlichung: 24.11.2017
Format: Hörbuch (CD & Audiodownload)
Minuten: 91 (Auf 2 CDs)
Autor: Cavan Scott
Übersetzung: Frauke Meier
Gelesen von: Lutz Riedel

Die Leute lachten seit Jahren über John Dee und stempelten den Astrologen als Verrückten oder Betrüger ab. Eines Tages jedoch erschien ein Gesicht in seinem Spiegel – ein Gesicht, das nicht das seine war. Es offenbarte ihm uralte Geheimnisse: wie man Zaubertränke mischt, wie man die Elemente bändigt, sogar wie man einen Dämon fängt. Aber Dees Kräfte gingen verloren, seine Bibliothek wurde geplündert, seine Zaubersprüche und Flüche gestohlen. Und eine fürchterliche Prophezeiung erschütterte die Welt: „Die Erde wird brennen -“
Als die TARDIS inmitten eines widernatürlichen Unwetters auf einer spanischen Galeone landet, erleiden der Doktor, Alex und Brandon Schiffbruch und werden voneinander getrennt. Dennoch müssen sie herausfinden, wer diesen übernatürlichen Krieg heraufbeschworen hat, bevor die Erde vernichtet wird. Gibt es eine Verbindung zwischen John Dee, Sir Francis Drake und dem drohenden Angriff der Spanischen Armada?


Rezension

John Dee ist Astrologe, Alchimist und ehemaliger Hofmagier des englischen Königshauses. Allerdings ist er seit geraumer Zeit in Ungnade gefallen und hält sich nun damit mehr schlecht als recht über Wasser, Tinkturen zu brauen und die Zukunft vorauszusagen. Doch als er ein weiteres Mal seinen Engel im Spiegel anruft, erfährt er von einer schrecklichen Gegenwart und Zukunft.
Eigentlich wollte der Doctor mit seiner TARDIS in England landen, doch ein seltsames Gewitter lässt ihn auf einer spanischen Galeone stranden, die Teil der spanischen Armada ist, die Großbritannien angreifen will. Obwohl stranden das falsche Wort ist, denn die Galeone löst sich innerhalb kürzester Zeit auf. Der Doctor und Alex werden von Brandon und der TARDIS getrennt, da das H.A.A.S. (das Hastige-Attacken-Ausweich-System) einen Angriff wittert. Nach einem kurzen Intermezzo mit Sir Francis Drake, der von einer spanischen Armada überhaupt nichts wissen will, stößt der Doctor endlich auf John Dee, der überraschende Technologien besitzt, was zu einem einzigartigen Duell führt. Als der Doctor von einem Engel hört, mit dem Dee offenbar in Kontakt ist und der ihm eine Beschwörungsformel für eines der gefährlichsten Wesen im Universum verraten hat, befällt ihn ein schrecklicher Verdacht…

Der dritte Teil des übersetzten BBC-Originalhörbuchs zur Reihe „Doctor Who“, in dem es um verlorene Dinge geht, ist bis zu diesem Zeitpunkt der Höhepunkt. Eine ungeahnte Menge an Anspielungen, ein legendäres Western-Schallschraubenzieher-Duell und ein Cliffhanger, wie er gemeiner nicht sein kann, lotsen den Hörer durch das von Lutz Riedel vorgetragene Werk. Cavan Scott beweist, warum er bereits an einer großen Menge an Hörbüchern und Romanen für die Reihe „Doctor Who“ beteiligt war. Die Spannung bleibt immer aufrecht, der Doctor tappt in eine äußerst spezielle Falle, die einem so manches unerwartete Wiedersehen (oder eher Wiederhören) verschafft und auch die Nebencharaktere vermögen zu punkten. Einzig und allein der wiederkehrende Verlorenenen-Titel bleibt auch hier verwirrend. Verloren geht eigentlich bis zum Schluss nichts – und auch das kann man im Grunde nicht so bezeichnen. Man kann nach dem aktuellen Werk nur hoffen, dass das Finale der Reihe, das wieder von George Mann und Cavan Scott gemeinsam stammt, den Handlungsbogen stilvoll zu Ende bringen wird. Fans von Doctor Who und speziell Fans des zwölften Doctors können und sollten hier unbedingt zugreifen.

„Die verlorene Magie“ ist der dritte Teil der aktuellen Hörbuchreihe über den zwölften Doctor aus der Reihe „Doctor Who“. Als bisher bester der erschienenen Bände kann man das Werk tatsächlich nur empfehlen. Denn sowohl die Charaktere als auch die Handlung und die Stimmung passen hier. Auch Lutz Riedel macht seinen Job wie gewohnt sehr gut. Und der Cliffhanger lässt einen gespannt auf den vierten und abschließenden Teil der Reihe warten. Hier können wir eine absolute Kaufempfehlung aussprechen.


Diese Rezension ist im Original bei Janetts Meinung zu finden.


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Stefan Cernohuby
Redakteur
Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.
Stefan Cernohuby

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Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.

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