Rezension | Doctor Who – Der verlorene Engel | Hörbuch

Der verlorene Engel

Doctor Who – „Der verlorene Engel“
Erstveröffentlichung: 29.09.2017
Format: Hörbuch (CD & Audiodownload)
Minuten: 91 (Auf 2 CDs)
Autor: George Mann und Cavan Scott
Übersetzung: Frauke Meier
Gelesen von: Lutz Riedel

 

Alex Yow will Fotojournalistin werden und ihre erste Story veröffentlichen. Brandon Yow will, dass seine Schwester sich aus allem Ärger heraushält und nach Hause zurückkommt. Aber das wird nicht geschehen, denn Alex hat eine Statue fotografiert. Eine Statue, die sich bewegen kann und Leute verschwinden lässt …

In Upstate New York jagt der Doktor merkwürdige Energien, die eigentlich nicht existieren dürften. Zusammen mit Alex und Brandon entdeckt er eine machtvolle Kraft, die einem fremden Willen unterworfen ist. Wer kontrolliert den einsamen Mörder, der draußen herumstreicht? Welche Geheimnisse verbirgt die Kleinstadt Rickman? Und werden Alex und Brandon die Nacht der Weinenden Engel überleben?


Rezension

Der Weg zur Sensationsreporterin ist lang und steinig. Besonders in einer Zeit, in der die großen Zeitungen weniger Einfluss haben und das Internet allgegenwärtig ist. Dennoch lässt sich Alex Yow nicht abschrecken, wittert sie doch eine große Story an einer Baustelle für ein gewaltiges neues Einkaufszentrum. Im letzten Hausblock, der noch nicht verkauft wurde, stoßen sie und ihr Bruder jedoch auf eine seltsame Engelstatue, die sich bewegen kann und Menschen verschwinden lässt. Und die beiden treffen auf einen seltsamen älteren Herrn, der sich nur „Der Doktor“ nennt. Dieser kennt sich mit den seltsamen Wesen aus, die er als „weinende Engel“ bezeichnet. Und er geht mit den beiden auch den Verwicklungen nach, die ganz offensichtlich mit zeitlichen Verschiebungen zu tun haben. Jemand scheint die Engel – Wesen, die sich nur bewegen können, wenn sie von niemandem beobachtet werden – mit Hilfe außerirdischer Technologie steuern zu können. Kein Wunder, dass die Wesen Amok laufen. Können die Geschwister die verfahrene Situation gemeinsam mit dem Doktor lösen?

Auch die zweite vierteilige Reihe zum zwölften Doktor aus „Doctor Who“ wird wieder vom bekannten Schauspieler und Synchronsprecher Lutz Riedel gelesen. Er trägt eine spannende Geschichte vor, die dem Zuhörer leider viel zu kurz vorkommt. Denn es kommen viele Erinnerungen an die ersten Folgen aus der Fernsehreihe auf, in denen der Doktor die weinenden Engel getroffen hat. Es gibt dazu auch zahlreiche Kommentare als Referenz, auch auf eine zweite legendäre Folge, wo der Doktor aufgrund eben jener Engel in der Vergangenheit festsitzt. Tatsächlich sind es aber nur 91 Minuten, daher war der Eindruck von Kürze nicht falsch. Diese Kürze enthält aber einige Würze und ist der gelungene Auftakt für eine neue Miniserie. Die beiden menschlichen Charaktere, die sich erst gegen Ende des Hörbuchs als richtige Begleiter anbieten, sind gelungen, bringen eigene Motivation mit und folgen nicht sofort ohne Bedenken allen Anweisungen dieser recht grummeligen Inkarnation des gallifreyischen Time Lords. Zusammengefasst kann man „Der verlorene Engel“ durchaus allen Fans von Doctor Who empfehlen, auch wenn nicht ganz klar wird, was an den vorkommenden Engeln eigentlich verloren sein soll. Aber Lutz Riedel und die Geschichte selbst lassen dieses kleine Manko schnell übersehen.

„Der verlorene Engel“ ist der erste Teil eines BBC-Originalhörbuchs von „Doctor Who“, das nun auch auf Deutsch erschienen ist. Auf deutsch wird das Hörbuch vom bekannten Synchronsprecher Lutz Riedel vorgetragen. Dank passender Hintergrundgeräusche und spannender Geschichte ist das Hörbuch gut gelungen. Da auch die Charaktere positiv überraschen, kann man auch mit der Tatsache leben, dass das ganze Hörbuch nur etwas über 90 Minute lang ist. Denn das ist das größte Manko.


Diese Rezension ist im Original bei Janetts Meinung zu finden.


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Stefan Cernohuby on Wordpress
Stefan Cernohuby
Redakteur
Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.
Stefan Cernohuby

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Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.

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