Rezension | Doctor Who – Die Herrschaft der Cybermen | Comic

„Die Herrschaft der Cybermen“

„Die Herrschaft der Cybermen“
Erstveröffentlichung: 25. Juni 2019
Format: Softcover
Seiten: 132
Autor: Cavan Scott, George Mann
Zeichner:  Ivan Rodriguez, Walter Geovanni, Nicola Righi,
Alessandro Vitti, Tazio Bettin & Enrica Eren Angiolini
ISBN-13: 978-3741612381

Rassilon, der am Ende der Zeit von Gallifrey verbannt wurde, ist als gefallener Anführer der Timelords von den Cybermen gefangen genommen worden. Können der Neunte, Zehnte, Elfte und Zwölfte Doctor in ihrer jeweiligen Zeitlinie den Schaden, der dadurch angerichtet wurde, wieder rückgängig machen?


Rezension

Bei dem Comic „Die Herrschaft der Cybermen“ handelt es sich um ein Mutti-Doktor-Abenteuer. Rassilon verbündet sich im Exil mit den Cybermen, was Auswirkungen auf alle Zeitlinien und Inkarnationen des Doktors hat. Das Ziel der Cybermen? Die vollständige Cyberisierung des Universums und damit die Schaffung einer vollkommen neuen Zukunft. 

Im Laufe des Comics trifft man auf viele bekannte Gesichter, darunter Captain Jack und Rose als Begleiter des neunten Doktors, oder auch Ohila von den Schwestern von Karn. Allerdings tauchen auch Charaktere auf, die mir als Comic-Neuling nicht bekannt waren. Gemeint sind Cindy und Gabby als Begleiterinnen des zehnten Doktors und Alice, die den elften Doktor begleitet. In den anderen Doctor Who Comics gibt es Vorstellungstexte, auch für Charaktere, die schon bekannt sind. Dies fehlt mir hier leider ein wenig. Auch wenn der Comic offensichtlich, davon ausgeht, dass man die vorangegangenen Comics kennt, so lässt er sich auch wunderbar abgekoppelt und ohne großes Vorwissen genießen. 

Die Geschichte handelt zwar vom neunten, zehnten, elften und zwölften Doktor, wobei es der zwölfte Doktor ist, der im Fokus steht. Die Doktoren begegnen sich im Abenteuer allerdings nicht, weshalb der Leser gezwungen ist, in Bezug auf Zeit und Ort, sowie Doktor und Begleiter, hin und her zu springen. Zwar ist es der Wechsel der Perspektiven, welcher einen großen Teil der Spannung ausmacht, jedoch trägt es mit dem Voranschreiten der Geschichte sehr zur Verwirrung bei. Was ist relevant? Wer verfolgt welches Ziel? Außerdem hab ich das Gefühl, dass man versucht hat zu viel Inhalt auf zu wenig Seiten unterzubringen und das geht mit fehlenden tiefergehenden Erklärungen einher, was in Anbetracht der Fülle an Charakteren nicht unbedingt verwunderlich ist. 

Besonders positiv ist mir der Epilog aufgefallen: Es werden Begegnungen aller restlichen Doktoren und deren Begleiter mit den Cybermen im jeweilig passenden Stil gezeigt. 

Abgesehen vom Inhalt, hat der Comic auch optisch einiges zu bieten. Rassilon empfinde ich als wunderbar dargestellt, was nicht zuletzt an der Liebe zum Detail liegt, mit welcher seine Roben gezeichnet wurden. Auch die Silurianer und die Sontaraner sind deutlich zu erkennen. Da hört es aber auch schon auf. Die Doktoren weisen nur bedingt Ähnlichkeit mit den realen Vorbildern auf, während Rose und Jackie nur anhand der Texte zu erkennen waren. Im Allgemeinen sind die Gesichter im Close-up sehr abstrakt. Die Detailarmut in Nahaufnahme ist eher unvorteilhaft, wenn man bedenkt, dass die Details in Vollbildern ganzer Szenerien relativ hoch ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Story hinter dem Comic sehr gut ist, auch wenn das Ende sehr abrubt und wenig überzeugend kam. Doch selbst wenn die Optik nicht so recht überzeugen kann, ist der Comic für Fans sehr zu empfehlen, da für jeden etwas dabei ist.



 

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Jacqueline-Christine Brosch
Lektorin & Redakteurin
Ich bin vor 6 Jahren zu Doctor Who gekommen. Als angehende Lehrerin für die Fächer Deutsch und Philosophie, habe ich ein besonderes Interesse für das Korrigieren von Texten entwickelt, weshalb ich nun einige Artikel lektoriere und ab und zu Rezensionen schreibe.

Jacqueline-Christine Brosch

Ich bin vor 6 Jahren zu Doctor Who gekommen. Als angehende Lehrerin für die Fächer Deutsch und Philosophie, habe ich ein besonderes Interesse für das Korrigieren von Texten entwickelt, weshalb ich nun einige Artikel lektoriere und ab und zu Rezensionen schreibe.
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