Rezension | Doctor Who – Das Grab der Cybermen | DVD


Mit „Kriegsspiele“ hatte Polyband letztes Jahr zum ersten Mal eine Folge des zweiten Doktors auf Deutsch veröffentlicht. Der Linie bleibt man auch dieses Mal treu und bringt nun einen weiteren Klassiker aus der Ära Patrick Troughtons heraus. „Das Grab der Cybermen“ galt lange Zeit als verschollen und wurde erst Anfang der 90er in einem chinesischen Archiv wiedergefunden. Es ist die früheste Folge des zweiten Doktors, die heute noch vollständig existiert, da alle Folgen seiner ersten Staffel ganz oder teilweise verschollen sind. Somit war die Folge geradezu für eine deutsche Veröffentlichung prädestiniert – und auf diese werfen wir nun einen Blick!

„Doctor Who – Das Grab der Cybermen“ könnt Ihr hier auf DVD bestellen.


Doctor Who – Das Grab der Cybermen

Veröffentlichungsdatum:
30. April 2020 (Limited Special Edition) | 8. Mai 2020 (Mediabook)
Darsteller:
Patrick Troughton, Deborah Watling,
Frazer Hines, Shirley Cooklin, Roy Stewart
Bildformat:
4:3

Ton:
Dolby Digital 2.0
Sprachen:
Deutsch | Englisch
Untertitel:
Deutsch | Englisch

Laufzeit:
100 Minuten

FSK:
12
EAN:
4006448770006


Aufmachung & Inhalt

Das Mediabook ist dem etablierten Design von „Kriegsspiele“ nachempfunden und reiht sich neben diesem perfekt ein. Wenn man das Buch öffnet, findet man im Inneren zwei DVDs. In der Mitte des Mediabooks findet man die Seiten des Booklets, mit Bildern und Infos zu den Episoden und dem Bonusmaterial. Außerdem befinden sich dort, exklusiv für diese Veröffentlichung, ein Vorwort von Mark Ayres (Komponist).

Der exklusiv bei Amazon erschienen „Limited Special Edition“ liegen, neben den zwei Disks, außerdem noch ein Autogramm von Frazer Hines (Jamie), ein Magnet-Notizblock, eine 3D Lentikularkarte, ein Postkartenset, eine Fliege und ein Pappschuber, in dem alles seinen Platz findet, bei. Auf der Rückseite des Mediabooks findet man die Nummer der Limitierung (1-2000). Die Autogrammkarte der Special Edition ist außerdem zusätzlich nummeriert (1-333) – Die Zahl unterscheidet sich hierbei aber von der des Mediabooks, sodass man zwei verschiedene Nummerierungen in dieser Edition hat.

Auf der ersten DVD befinden sich die Episoden 1-4, auf der zweiten das Bonusmaterial.

Folgendes Bonusmaterial ist vorhanden:

  • Morris Barry Einführung
  • Titelsequenz-Tests
  • Late Night Line-Up
  • Der Untergang der Daleks
  • Making-of: Das Grab der Cybermen
  • Der Fluch des Cybermen-Grabes
  • Cybermen – Erweiterte Edition
  • Die Magie des Vidfire-Prozesses
  • Sky-Ray Werbespot
  • Bildegalerie
  • PDF-Material
  • Easteregg

Menü

 

Das Menü ist optisch ansprechend dargestellt, mit Szenen aus der Folge im Hintergrund und drei Hauptmenüpunkten, über die man wahlweise alles abspielen kann, zu der Episodenauswahl kommt oder die Spracheinstellungen öffnen kann.


Bild

 

Das Bild basiert auf den britischen DVDs und glänzt durch eine tadellose Restaurierung und Aufarbeitung. Natürlich zeigt es auch die typischen Krankheiten, die sich durch die Art der Aufnahme – auf Videotapes statt Filmband – selbst in der DVD Verarbeitung nicht vermeiden lassen. Dies ist aber der Produktion zu schulden und darf somit bei der Beurteilung nicht ins Gewicht fallen.


Ton & Untertitel

Die Tonspuren der DVD liegen sowohl in der deutschen, als auch der englischen, Version im Dolby Digital 2.0 Format vor.  Außerdem sind zwei weitere (englische) Tonspuren mit Audiokommentaren vorhanden.

Es liegen englische und deutsche Untertitel vor.


Synchronisation

Dass die Übersetzungs- und Produktionsqualität bei Metz-Neun Synchron auf einem gleichbleibend hohem Niveau ist, ist inzwischen weder überraschend noch neu. Aber es ist trotzdem immer wieder erstaunlich, was für hochkarätige Sprecher Metz-Neun Synchron für dieses kleine Nischen-Produkt, mit seinen 50 Jahre alten Schwarz-Weiß-Folgen, vor das Mikro holt.

Denn wenn man diese sowieso schon grandiose und zurecht beliebte Folge in den DVD-Player schiebt und dann noch mit Sprechern wie Charles Rettinghaus, Torsten Münchow oder Uschi Hugo überrascht wird, ist das Ganze nochmal ein ganz anderes unverhofftes Erlebnis. Die Gastsprecher haben an ihren Rollen hörbar Spaß und verleihen den Figuren die nötige Ausstrahlung. Auch Jodie Blank, die hier erstmals als „Victoria“, der (hier) neuen Begleiterin des zweiten Doktors, auf Deutsch zu hören ist, ist wieder ein gutes Beispiel für das glückliche Händchen beim Casting der Sprecher.

Manuel Karakas, eigentlich das Mastermind hinter dieser Synchro (denn er ist der Dialogbuchautor und Synchronregisseur), gibt sich hier auch die Ehre und ist hier als Cybermen Anführer zu hören. Außerdem erfreulich: Der Stimmeffekt der Cybermen steht dem Original in nichts nach und wurde diesem sorgsam nachempfunden. Aber die Liebe zum Detail wird in dieser Synchro auch an anderer Stelle deutlich, wenn nämlich Victoria beim Doktor „Cybermen? Was soll das bedeuten? Kybermänner?“ nachfragt. Dieses charmant platzierte Easteregg ist natürlich ein Augenzwinkern in Richtung der alten RTL-Synchronisationen des 6. und 7. Doktors und dürfte bei einigen Altfans für freudig-nostalgische Gefühle gesorgt haben, wie seiner Zeit schon das in „Die Auferstehung der Daleks“ verwendete „Zeitwanderer“.

Eine Auflistung der deutschen Sprecher sowie weitere Infos findet ihr hier im Synchron-Forum.


 Fazit

„Das Grab der Cybermen“ ist einer der größten Klassiker der alten Serie und somit in vielerlei Hinsicht ein Muss im Regal. Ob es die teurere Special Limited Edition mit den vielen Dreingaben sein muss oder das Mediabook alleine ausreicht, muss man für sich selbst entscheiden – der Inhalt der Disks rechtfertigt einen der Käufe auf jeden Fall.


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André McFly
Gründer & Chefredakteur
Ich bin seit über 10 Jahren Doctor Who Fan und hatte 2013 die Idee für eine deutsche Doctor Who Reviewseite. Über die Jahre hat sich der Whoview allerdings zu mehr als nur einer Reviewseite entwickelt und so schreibe ich heute vor allem News und Rezensionen. Ich bin auch jährlich auf der Timelash als Presse zu Gast und veröffentliche meine Eindrücke hier auf der Seite. Fernab von Doctor Who betreibe ich mehrere Podcasts, mache Musik und versuche mich als Autor.
André McFly

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Ich bin seit über 10 Jahren Doctor Who Fan und hatte 2013 die Idee für eine deutsche Doctor Who Reviewseite. Über die Jahre hat sich der Whoview allerdings zu mehr als nur einer Reviewseite entwickelt und so schreibe ich heute vor allem News und Rezensionen. Ich bin auch jährlich auf der Timelash als Presse zu Gast und veröffentliche meine Eindrücke hier auf der Seite. Fernab von Doctor Who betreibe ich mehrere Podcasts, mache Musik und versuche mich als Autor.
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