Rezension | Doctor Who – Die weinenden Engel | Buch & Hörbuch

„Die weinenden Engel“

  

Doctor Who – „Die weinenden Engel“
Erstveröffentlichung: 29.03.2018
Format: Taschenbuch & Hörbuch
Seiten: 256 Seiten

Minuten: 273 – Gekürzte Fassung (Auf 4 CDs)
Autor: Jonathan Morris
Übersetzung: Axel Franken
Gelesen von: Tobias Nath
ISBN-13: 978-3785755440

 

Rebecca Whitaker starb bei einem Autounfall. Mark, ihr Ehemann, trauert noch heute um sie. Da erhält er einen verbeulten Briefumschlag, der vor vielen Jahren an ihn aufgegeben wurde und der eine Liste mit Anweisungen enthält sowie eine einfache Botschaft: „Du kannst sie retten!“ Das ist die Chance, auf die Mark gewartet hat. Doch es steht mehr als ein Menschenleben auf dem Spiel. Viel mehr. Der Doctor, Amy und Rory müssen unbedingt verhindern, dass Mark die Geschichte ändert, und bekommen es mit alten Feinden zu tun …


Rezension

(basierend auf dem Hörbuch)

Manche Menschen verlieren sich in ihrer Trauer. Mark Whitaker ist einer von ihnen. Nachdem er seine Frau verloren hat, ist jeder Tag für den Anwalt nur noch eine Qual. Bis er plötzlich einen Umschlag mit seiner eigenen Handschrift darauf erhält, offenbar von einer steinernen Engelsstatue in einem Video verfolgt wird und drei seltsamen Leuten begegnet. Erst als er von der Statue erwischt wird und sich in einer anderen Zeit wiederfindet, stellt er fest, dass der Umschlag nicht nur Geld enthält, sondern auch eine Liste mit Anweisungen, wie er seine Zukunft in eine positive Richtung beeinflussen kann. Und vor allem steht eine Anweisung darauf, die ihn dazu bringt, in der Vergangenheit zu verharren. Der Doktor, Amy und Rory stellen mit Hilfe eines Schwackeldetektors fest, wo sich Mark befindet und wo Gefahren entstehen, welche die ältere Version von Mark in der Vergangenheit verursacht, und versuchen diesen zuvorkommen. Ein Wettlauf gegen die Zeit und vor allem gegen die Engel, die sich von dem entstehenden Raum-Zeit-Paradoxon ernähren wollen, beginnt.

Der Doktor, Amy und Rory sind bekannterweise mehrmals auf die Weinenden Engel getroffen. Allerdings macht dies das vorliegende Hörbuch ein wenig schwierig. Denn zwischen der ersten Folge, wo sie auf die Engel getroffen sind, bis zur letzten passt dieses eigentlich nicht dazwischen. Denn entweder kennen sie diese oder eben nicht. Denn alles kann man nicht einmal dann vergessen, wenn der Doktor es aus dem Gedächtnis löscht. Und irgendwie dreht sich das Hörbuch auch ein wenig im Kreis. Mehrfach hat man das Gefühl, dass die Geschichte rund um Mark, seine verstorbene Frau und die weinenden Engel auf eine Klimax hinsteuert, um dann wieder an Tempo zu verlieren. In diesem Fall ist es Tobias Nath, der das ganze rettet. Als Originalsynchronstimme des elften Doktors kann er besonders diesem genau den richtigen Tonfall verleihen. Dass der Schallschraubenzieher jedoch zum „Sonic“ mutiert ist vermutlich einigen etwas übermotivierten Übersetzern zuzuschreiben. Obwohl die Geschichte von Jonathan Morris sehr emotional verfasst ist und auch der Protagonist hart um seine Realität kämpft, fühlt man sich am Ende des Hörbuchs dennoch nicht so, als wäre man von Anfang bis Ende bestens unterhalten worden. Es handelt sich um besseren Durchschnitt, aber eben trotzdem nur Durchschnitt.

„Die weinenden Engel“ ist ein Hörbuch aus der Reihe „Doctor Who“, mit dem elften Doktor als Handlungsträger. Mit seinen Begleitern Amy und Rory tritt er ein weiteres Mal den Weinenden Engeln entgegen, die Zeit und Raum in Gefahr bringen. Leider springt der Funke in der reichlich melancholischen Handlung nur phasenweise über, weswegen das Gesamtergebnis eigentlich nur durch Originalsynchronsprecher Tobias Nath gerettet wird und somit den soliden Durchschnitt sichert.


Diese Rezension ist im Original bei Janetts Meinung zu finden.


Weitere Bücher & Hörbücher mit dem 11. Doktor | Bei Amazon:

 

Stefan Cernohuby on Wordpress
Stefan Cernohuby
Redakteur
Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.
Stefan Cernohuby

Stefan Cernohuby

Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar