Rezension | Doctor Who: Der zwölfte Doctor – Die Schule des Todes | Comic

„Die Schule des Todes“

Der zwölfte Doktor – „Die Schule des Todes“
Erstveröffentlichung: 28.11.2017
Format: Softcover
Seiten: 128
Autor: Robbie Morrison
Zeichner:  Rachael Scott
ISBN-13: 978-3741604478

Während der Doktor sich auf einer Orbitalstation neue „Freunde“ anlacht, mit denen nicht gut Kirschen essen ist, entdeckt Clara eine jahrtausendealte Verschwörung an einer schottischen Eliteschule. Ihre Freundin Christel ist dort bei einem seltsamen Unfall ums Leben gekommen, die Schüler erzählen von einer Kreatur und an einer Tafel in der Schule steht mit Kreide geschrieben: Ich darf meine Lehrerin nicht töten!


Rezension

Konkret ist es die Ravenscaur High School, die das Augenmerk des dynamischen TARDIS-Duos auf sich zieht. Denn eine Bekannte von Clara – ebenfalls Lehrerin – spricht kurz vor ihrem Verschwinden auf Claras Mobilbox. Während der Doktor sich gerade mit einigen Außerirdischen vergnügt, schleust sich Clara als Lehrerin in der Schule ein. Schnell stellt sie fest, dass einiges nicht stimmt. Die Schüler sind viel zu wohlerzogen, die Lehrer – bis auf einen anzüglichen Sportlehrer – viel zu strikt. Da muss der Doktor wohl oder übel Inkognito als alter Seebär ermitteln und sich mit Sonny, dem Schwertfisch verteidigen. Danach wird nicht nur eine Szene aus Assassins Creed näher erklärt, es gibt auch ein Wiedersehen mit sehr alten Bekannten.
Die zweite längere Geschichte beschäftigt sich mit Comics und dem durchbrechen der vierten Wand. Und auch hier gibt es ein paar Bekannte, die man wiedertreffen kann. Als kleiner Hinweis: In Comics ist alles zweidimensional.
Und zu guter Letzt gibt es noch eine Kürzestgeschichte, bei der der Doktor und Osgood einander in einer brenzligen Situation zur Seite stehen.

Mit einem Feuerwerk an Anspielungen und Gags beginnt das erste enthaltene Abenteuer. Da ist weder der Pangalaktische Donnergurgler heilig, noch einige Anspielungen auf das Marvel-Universum. Das zwischenzeitliche Maskottchen des Doktor mutiert zu einem Running Gatg einer auch sonst gelungenen Handlung. Einige Fragen bleiben allerdings trotzdem offen. Wann die Geschichte angesiedelt ist, da der Doktor sowohl seinen „alten“ Schallschraubenzieher als auch seine Schallbrille zum Einsatz bringt, was in der Fernsehreihe niemals passiert ist – zumindest nicht gemeinsam mit Clara Oswald. Auch die Comic-Geschichte im Comic des Comics macht Spaß, während die enthaltene Kürzestgeschichte wohl nur ein Lückenfüller ist. Was kann man über die Illustratoren sagen? Nun ja, die Darstellung von Clara und dem Doktor ist zu weiten Teilen erkennbar, wobei man allerdings festhalten muss, dass die Zeichner der ersten beiden Geschichte Falten nicht unbedingt gerne darstellen. Das führt zwar über weite Strecken zu keinem Problem, es gibt aber doch einige wohl ikonisch gedachte Panels, in denen sowohl der (alte) Master, der dritte und der zwölfte Doktor mit komplett glatter Stirn dargestellt werden. Das ruft sicherlich einige Kritiker auf den Plan, stellt für uns aber kein Hindernis dar. Denn der Band selbst ist einfach gut.

„Die Schule des Todes“ ist eine der drei enthaltenen Geschichten im gleichnamigen vierten Band der Reihe „Doctor Who“, die sich um den zwölften Doktor dreht. Das bei Panini erschienene Werk geizt zwar etwas mit Falten in der Darstellung des Doktor , liefert dafür aber zwei unterhaltsame, witzige und spannende Storys, bei denen man auf bekannte Feinde trifft. Allen Fans kann man diesen Band daher wärmstens ans Herz legen.


Diese Rezension ist im Original bei Janetts Meinung zu finden.


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Stefan Cernohuby on Wordpress
Stefan Cernohuby
Redakteur
Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.
Stefan Cernohuby

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Geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einem mehrjährigen arbeitsbedingten Auslandsaufenthalt wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Er war er zwei Jahre lang als leitender Redakteur für ein internationales Magazin ist auch heute noch als (Chef)Redakteur für mehrere bekannte deutschsprachige Onlineredaktionen aktiv. Zudem hat er bereits sieben Anthologien herausgegeben und zahlreiche weitere Werke veröffentlicht.

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