Happy Birthday, Sylvester McCoy! Der siebte Doktor wird heute 83 Jahre alt!

Der Schachspieler der Zeit

Heute feiern Whovians einen ganz besonderen Doppel-Geburtstag! Sylvester McCoy, der siebte Doktor, wird heute stolze 82 Jahre alt.

Doch er feiert nicht allein: Auch seine treue Begleiterin Ace, gespielt von Sophie Aldred, hat heute Geburtstag und wird 63. Zusammen bildeten sie eines der dynamischsten Duos der Seriengeschichte.

Vom Priester zum Stuntman

Bevor er Zeit und Raum bereiste, führte Sylvester McCoy (geboren als Percy James Patrick Kent-Smith) ein faszinierendes Leben. In seiner Jugend in Schottland bereitete er sich zunächst auf das Priesteramt vor, verließ das Seminar jedoch, um sich dem wilden Leben im London der 60er Jahre zu widmen.

Er arbeitete als Ticketverkäufer für die Rolling Stones und fand schließlich seinen Weg zur Comedy-Truppe "The Ken Campbell Roadshow". Dort entwickelte er den Charakter "Sylveste McCoy" – einen Stuntman, dessen Spezialität es war, sich brennende Streichhölzer in die Nase zu stecken oder lebende Frettchen in die Hose zu stopfen. Dieser anarchische Humor sollte später die Basis für seine frühe Darstellung des Doktors bilden.

Sylvester McCoy Portrait

Die Ära des 7. Doktors

Sylvester McCoys Zeit als siebter Doktor (1987–1989) ist eine der spannendsten Entwicklungen der Serie. Er begann als löffelspielender Clown, der Sprichwörter durcheinanderbrachte. Doch hinter den Kulissen arbeitete er mit Script Editor Andrew Cartmel daran, den Doktor wieder geheimnisvoller zu machen.

Der Doktor entwickelte sich zum "Großmeister des galaktischen Schachs". Er manipulierte seine Feinde (und manchmal auch seine Begleiterin Ace), um das Böse nicht nur zu besiegen, sondern vollständig auszutricksen. Diese dunklere, berechnende Seite legte den Grundstein für die modernen Doktoren der "New Who" Ära.

Die deutsche Verbindung: Für viele deutsche Fans ist er "der erste Doktor". Ende der 80er Jahre strahlte RTL Plus erstmals Doctor Who (beginnend mit der McCoy-Ära) flächendeckend in Deutschland aus. Sein Gesicht und der legendäre Vorspann sind hierzulande Kult.

Ein Zauberer kommt selten allein

Sylvester McCoy ist ein Charakterkopf, der auch in großen Blockbustern zu sehen war:

  • Der Hobbit (Trilogie): Peter Jackson wählte ihn persönlich für die Rolle des Radagast der Braune. Als exzentrischer Zauberer mit Vogelnest unter dem Hut und einem Schlitten voller Hasen stahl er oft die Show.
  • Sense8: In der Netflix-Serie der Wachowskis hatte er einen denkwürdigen Auftritt.
  • King Lear: McCoy kehrte oft auf die Bühne zurück und spielte an der Seite von Sir Ian McKellen im klassischen Theater.

🤓 Nerd-Wissen: Sylvester McCoy

  • Die zwei Doktoren: Da Colin Baker sich weigerte, für die Regenerationsszene zurückzukehren, musste McCoy zu Beginn seiner ersten Folge eine blonde Lockenperücke tragen und so tun, als sei er der 6. Doktor, der sich verwandelt.
  • Die Löffel: Sein Talent, Löffel als Musikinstrument zu spielen ("Spoons"), baute er in die Serie ein. Er beherrscht das wirklich perfekt und führt es oft auf Conventions vor.
  • Beinahe Bilbo: Lange vor seiner Rolle als Radagast war er in den 90ern ein heißer Kandidat für die Rolle des Bilbo Beutlin, als Peter Jackson erstmals den "Herrn der Ringe" plante (bevor Ian Holm die Rolle bekam).

🏆 Top 5 Episoden

Die späten 80er Jahre boten einige der intelligentesten und komplexesten Drehbücher der klassischen Serie.

Battlefield
Platz 5

Excaliburs Vermächtnis (Battlefield)

Ritterrüstungen, Artus-Legenden und moderne UNIT-Helikopter. In dieser Folge trifft der 7. Doktor auf seinen alten Freund, den Brigadier. Ein nostalgisches Action-Abenteuer, das andeutet, der Doktor sei Merlin.

Greatest Show in the Galaxy
Platz 4

Die Todesmanege auf Segonax (The Greatest Show in the Galaxy)

Ein psychodelischer Albtraum im Zirkus-Setting. Während Ace ihre Angst vor Clowns bekämpft, liefert der Doktor den Göttern von Ragnarök eine Show ab. Gruselig, seltsam und absolut einzigartig.

Ghost Light
Platz 3

Das Haus der tausend Schrecken (Ghost Light)

Die vielleicht komplexeste Geschichte der klassischen Serie. In einem viktorianischen Herrenhaus geht es um Evolution, Wahnsinn und Aces Vergangenheit. Man muss vielleicht zweimal hinsehen, aber es lohnt sich.

The Curse of Fenric
Platz 2

Die Todesbucht der Wikinger (The Curse of Fenric)

Zweiter Weltkrieg, russische Spione, Vampire und ein uraltes Schachspiel gegen das Böse. Hier zeigt sich der manipulative Doktor in Bestform, als er Ace emotional brechen muss, um sie zu retten. Ein absolutes Meisterwerk.

Remembrance of the Daleks
🏆 PLATZ 1

Die Hand des Omega (Remembrance of the Daleks)

Der Doktor kehrt zurück ins Jahr 1963, genau dorthin, wo die Serie begann. Mit Ace an seiner Seite, die einen Dalek mit einem Baseballschläger verprügelt, liefert McCoy hier den definitiven Beweis, dass der Doktor mehr ist als nur ein Reisender. Actionreich und episch.

Den 7. Doktor erleben

Hier findet ihr Möglichkeiten, die Abenteuer von Sylvester McCoy zu streamen oder ins Regal zu stellen.

Whoniverse Streaming (BBC iPlayer)
Benötigt VPN (Geoblocking in UK).


Whoniverse im iPlayer


NordVPN

Für Sammler (DVD & Blu-ray)
Die kompletten Staffeln 24, 25 und 26.

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Zur Disc-Übersicht (7. Doktor)

Der Doktor hört nie auf

Obwohl seine TV-Serie 1989 abgesetzt wurde, hat Sylvester McCoy die Rolle nie wirklich aufgegeben. In den Hörspielen von Big Finish Productions blühte sein Doktor erst so richtig auf. Hunderte von Audio-Abenteuern erlaubten es ihm, die düstere, manipulative Seite des Charakters ("The Dark Doctor") viel tiefer zu erforschen, als es im Fernsehen je möglich war.

Und auch im TV ist er zurück: 2022 hatte er einen emotionalen Gastauftritt in der letzten Folge von Jodie Whittaker ("The Power of the Doctor") und 2023 kehrte er für die Serie "Tales of the TARDIS" zurück, um erneut an der Seite von Sophie Aldred (Ace) in Erinnerungen zu schwelgen. Er ist und bleibt ein unverzichtbarer Teil der Whoniverse-Familie.

"Somewhere there's danger, somewhere there's injustice... and somewhere else the tea is getting cold."

Happy Birthday, Sylvester & Sophie!

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Samira Hofmann

Als gebürtige Britin bin ich schon früh mit Doctor Who in Berührung gekommen. Fan wurde ich allerdings erst vor etwa 15 Jahren. Seitdem verfolge ich die Serie mit Leidenschaft und analysiere die Handlung, schauspielerischen Leistungen, das Drehbuch sowie verfügbare Produktionsinfos. Mein Ziel ist es, meine Liebe und Begeisterung für Doctor Who zu teilen und dazu beizutragen, dass die Serie auch auf Deutsch eine wachsende Fangemeinde findet.
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