Happy Birthday, Peter Cushing! Dr. Who wäre heute 113 Jahre alt geworden!

Der Gentleman des Horrors

Heute gedenken wir einer wahren Legende des britischen Kinos. Peter Cushing wäre heute 113 Jahre alt geworden.

Bekannt als Van Helsing, Frankenstein oder Grand Moff Tarkin, schlüpfte der am 26. Mai 1913 geborene Schauspieler in den 1960er Jahren auch in den Samtmantel des Doktors. Er bot uns eine einzigartige, alternative Version des Charakters auf der großen Leinwand – in Farbe und Breitbild.

Ein Leben für den Film

Peter Cushing war das Gesicht der legendären Hammer Horror-Studios. Zusammen mit seinem besten Freund Christopher Lee definierte er das Horror-Genre neu. Doch im starken Kontrast zu seinen oft düsteren oder eiskalten Filmrollen war Cushing privat als einer der sanftmütigsten und höflichsten Menschen der Branche bekannt. Er liebte Vögel, malte Aquarelle und war ein tief religiöser Mann.

Seine Karriere begann in den 1930ern in Hollywood, bevor er nach England zurückkehrte und durch die Rolle des Winston Smith in einer TV-Adaption von 1984 berühmt wurde. Er war ein Perfektionist, der sich stets intensiv auf seine Rollen vorbereitete, egal ob er gegen Dracula kämpfte oder den Todesstern kommandierte.

Peter Cushing Portrait

Dr. Who auf der großen Leinwand

Mitte der 60er Jahre, auf dem Höhepunkt der "Dalekmania", entschied man sich, die Abenteuer des Doktors ins Kino zu bringen. Peter Cushing übernahm die Rolle in zwei Filmen. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied zur TV-Serie: Cushings Charakter ist kein außerirdischer Time Lord, sondern ein exzentrischer, menschlicher Erfinder mit dem Nachnamen "Who".

Seine TARDIS (hier "Tardis" geschrieben) war eine selbstgebaute Maschine in seinem Garten. Cushing spielte den Doktor als liebenswürdigen, leicht verwirrten, aber genialen Großvater. Diese Filme gehören nicht zum offiziellen Kanon der TV-Serie, sind aber liebevolle, farbenfrohe Abenteuer, die den Charme der 60er Jahre perfekt einfangen und die Daleks erstmals in Technicolor zeigten.

Mehr als nur der Doktor

Peter Cushing war einer der fleißigsten Schauspieler seiner Generation. Seine ikonischsten Rollen:

  • Star Wars: Eine neue Hoffnung (1977): Als Grand Moff Tarkin war er der Mann, der Vader an der Leine hielt. Eine Rolle, die ihn unsterblich machte.
  • Dracula & Frankenstein: In unzähligen Hammer-Filmen spielte er Baron Frankenstein oder den Vampirjäger Van Helsing.
  • Der Hund von Baskerville (1959): Viele Kritiker halten ihn für einen der besten Sherlock Holmes-Darsteller aller Zeiten.
  • Top Secret! (1984): In dieser Komödie bewies er Humor und spielte eine Parodie auf seine eigenen ernsten Rollen (mit einem riesigen Vergrößerungsglas).
  • Geschichten aus der Gruft (1972): Als Arthur Grimsdyke lieferte er eine herzzerreißende Performance als Mann, der von seinen Nachbarn in den Selbstmord getrieben wird.

🤓 Nerd-Wissen: Peter Cushing

  • Die Pantoffeln des Todes: Während der Dreharbeiten zu Star Wars drückten Cushings Stiefel so sehr, dass er George Lucas bat, ihn nur von der Hüfte aufwärts zu filmen. In vielen Szenen trägt Grand Moff Tarkin also flauschige Hausschuhe.
  • Tabletop-Fan: Cushing war ein begeisterter Sammler und Maler von Miniaturfiguren. Er spielte komplexe Wargames mit den Regeln von H.G. Wells und war stolz auf seine Modellbau-Fähigkeiten.
  • Whitstable: Er lebte viele Jahre in der englischen Küstenstadt Whitstable. Die Einheimischen kannten und liebten ihn dort einfach als "Peter", den freundlichen Herrn, der am Strand spazieren ging.
  • CGI-Auferstehung: Über 20 Jahre nach seinem Tod wurde er für Rogue One: A Star Wars Story digital wieder zum Leben erweckt, um erneut Tarkin zu spielen.
  • Der Verlust: Nach dem Tod seiner geliebten Frau Helen im Jahr 1971 sagte er oft, er lebe nur noch, um die Zeit zu überbrücken, bis er sie wiedersehen könne.

🎬 Die Dalek-Kinofilme

Zwei bunte, actionreiche Abenteuer, die Doctor Who in die Kinos brachten.

Dr. Who und die Daleks

Dr. Who und die Daleks (1965)

Das Remake des ersten Dalek-Serials. Dr. Who, seine Enkelinnen Susan und Barbara sowie Barbaras tollpatschiger Freund Ian (gespielt von Roy Castle) reisen unfreiwillig auf den Planeten Skaro. Der Film ist bunter und kinderfreundlicher als die Serie. Die Daleks sind hier keine Nazis-Paraphernalien, sondern knallbunte Sci-Fi-Monster, die Flammenwerfer benutzen. Ein charmanter Spaß.

Die Invasion der Daleks auf der Erde 2150 n. Chr.

Dr. Who: Die Invasion der Daleks auf der Erde 2150 n. Chr. (1966)

Düsterer, größer und actionreicher. Diesmal landet der Doktor im zerstörten London der Zukunft. An seiner Seite: Bernard Cribbins als Polizist Tom Campbell (Jahre bevor er als Wilf Mott in die Serie zurückkehrte). Der Film bietet beeindruckende Stunts, Robomen und das berühmte Bild der Daleks, die die Westminster Bridge überqueren. Ein echtes Sci-Fi-Spektakel.

Die Filme für Zuhause

Hier findet ihr die aufwendig restaurierten Fassungen der Klassiker auf DVD, Blu-ray und als 4K UHD Steelbooks.

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Ein Abschied in Würde

Der Tod seiner geliebten Frau Helen im Jahr 1971 hinterließ eine Lücke in Peter Cushings Leben, die nie wieder geschlossen wurde. Obwohl er weiterhin arbeitete und in Star Wars einen seiner größten Erfolge feierte, wirkte er oft zerbrechlich. Er zog sich zunehmend ins Privatleben zurück, schrieb seine Memoiren und widmete sich der Vogelbeobachtung.

Peter Cushing verstarb am 11. August 1994 im Alter von 81 Jahren in einem Hospiz in Canterbury an Krebs. Er hinterließ ein filmisches Erbe, das von Dracula bis zu den Daleks reicht – und die Erinnerung an einen wahren Gentleman, der immer Zeit für seine Fans hatte.

Wir verneigen uns vor Peter Cushing.

"You may fire when ready."

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André McFly

Ich bin seit fast 20 Jahren Doctor Who Fan und hatte 2013 die Idee für eine deutsche Doctor Who Reviewseite. Über die Jahre hat sich der Whoview allerdings zu mehr als nur einer Reviewseite entwickelt und so schreibe ich heute vor allem News und Rezensionen. Ich bin auch jährlich auf der Timelash als Presse zu Gast und veröffentliche meine Eindrücke hier auf der Seite. Fernab von Doctor Who betreibe ich mehrere Podcasts, mache Musik und versuche mich als Autor.
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