Review | Torchwood – 1×02 | Tag Eins (Day One)

TORCHWOOD

„Tag Eins“
(„Day One“)


Erstausstrahlung DE: 18. März 2009
Erstausstrahlung UK: 22. Oktober 2006

Drehbuch: Chris Chibnall
Regie: Brian Kelly
Produktion: Russell T Davies, Julie Gardner, Richard Stokes, Chris Chibnall

Captain Jack Harkness: John Barrowman
Gwen Cooper:
Eve Myles
Ianto Jones:
Gareth David-Lloyd
Owen Harper:
Burn Gorman
Toshiko Sato:
Naoko Mori
Rhys Williams:
Kai Owen


Eine Art Meteorit stürzt auf die Erde. Torchwood ist selbstverständlich sofort zur Stelle, um den Fall zu untersuchen. Als Gwen ihrem Kollegen einen Meißel zuwerfen will, trifft dieser versehentlich den Meteoriten und ein Gas strömt aus. Dieses Gas sucht sich den Wirtskörper eines Mädchens namens Clary, und diese junge Frau verführt schon bald einen Mann nach dem anderen, die als Folge ihres Orgasmus’ sterben. Torchwood schafft es, dieses Mädchen zu finden und einzusperren, doch ihr gelingt die Flucht. Nachdem weitere Menschen sterben und das außerirdische Gas immer mächtiger wird und immer mehr Kontrolle über Clarys Körper erhält, schaffen es Jacks Mitarbeiter schließlich, das Gas zu isolieren … (Text: RTL II)


Anmerkung: Diese Review wurde ursprünglich 2008 veröffentlicht. Sämtliche zeitorientierten Diskrepanzen und/oder altbackenen Anspielungen sind mit einem Lächeln zu genießen.

Inhalt: Ein Meteorit landet im Waldgebeit und entlässt aufgrund von Gwens Nachlässigkeit eine lila Wolke. Diese sucht sich sofort eine junge Frau, die danach Männer zu Pulver vögelt. – Schönes Sprichwort übrigens für angeberische Discoschlampen: „Ich habe wieder einen durchgeascht!“

Review

„Chef? Dieser neue Dr.-Who-Ableger…“

„Was ist mit dem?“

„Ich glaube, wir haben noch nicht klar genug gemacht, dass der für Erwachsene ist! Wir müssen etwas mehr Erotik in die Sache bringen! Action! Spannung! Fußpilz!“

„Hmm… Ich habe vor 10 Jahren mal einen topaktuellen SF-Film namens ‚Species‘ gesehen. Darauf kann man eventuell aufbauen. Außerirdischer Sex, der zum Tode führt! Ich sehe schon die begeisterten Schlagzeilen der Presse zu der Story! Und da mein Onkel den ‚Sankt-Pauli-Anzeiger‘ rausbringt, kann ich da bestimmt auch noch was drehen…“

„Gute Idee, Chef! Aber zur Steigerung könnten wir ja noch eine lange Knutsch- und Fummelszene zwischen zwei Frauen einbringen, oder? Dafür nehmen wir dann die Hauptdarstellerin, der wollte ich ja schon immer mal beim Lesbensex zusehen. Wir erzählen ihr dann irgendeinen Schmarrn von wegen ‚Schauspielerische Herausforderung‘ und ‚eigene Grenzen überschreiten‘!“

„Ja! Apropos Tabus: Wie wäre es, wenn ein Kneipenbesitzer vor dem Überwachungsmonitor zur Frauentoilette onaniert? Habe das früher auch immer gemacht, bevor ist staatlicher Drehbuch-Abnicker wurde.“

„Brillant! Aber dann muss auch ein recht offen gezeigter Geschlechtsakt rein!“

„Unbedingt! Und ein nackter Mann in einer Zelle, damit sich die Damen nicht beschweren!“

„Rrrrichtig! Und jetzt käme es auch nicht mehr drauf an, wenn das weibliche Sexalien seine Opfer auch mal in der Wichskabine einer Samenbank überfällt, oder?“

Ungefähr so muss diese Episode vorbereitet worden sein… „Wir sind erwachsen und verrucht!“ sprach der 18-Jährige Drehbuchautor und zog sich zur Verhütung ein Kondom über den rechten Fuß. Tja. Nur leider ist diese Episode, bei aller Erotik, die in etwa so prickelnd ist wie 40 Grad warmer Grapefruitsaft, dann doch ein wenig lahm geraten. Die junge Frau, die zwischen ihrem eigentlichen Wesen und dem sie beherrschenden Alienstaub hin- und hergerissen ist und sich nur mit Mühe auf den Füßen halten kann, da ihr ständig was Glitschiges an den Beinen herabrinnt, kommt mir jedoch etwas zu kurz. Zu sparsam wurden die selbstkritischen und verzweifelten Momente eingesetzt, bevor sich die Beine wieder hydraulisch in Begattungsposition bewegten.

„Nun… E-Es ist nicht so, dass ich Frauen überhaupt nicht mag, aber eigentlich war bei mir nur der Freitag der Fischtag.“ – Eingelocht: Eigentlich lebt das Alien ja von schnellen Orgasmen. Wenn es jetzt auf weibliche umgestiegen ist, hat sie sich für die nächsten 3 Stunden anscheinend noch nichts anderes vorgenommen… Aber mutig ist diese Folge gewissermaßen schon. Auch wenn man hier eher von einem „Mut-Tick“ der Macher sprechen möchte…

Und WENN schon Sexsucht aus dem All, dann hätte man sich als lila Nebel vielleicht doch eine attraktivere Schauspielerin aussuchen können. Die hier sieht ja schon nach 10 Minuten aus, wie bei der Bahnhofstoilette Bahnhof-Zoo aus dem Spülkasten gezogen… Aber dieses Verkommene sollte natürlich die verzweifelte Lage der jungen Seriendarstellerin deutlich machen. Das wurde dann noch ganz subtil dadurch verstärkt, indem die Lesbenszene durch eine Glaswand hindurch gefilmt wird, die so aussieht, als hätten im Torchwood-Hauptquartier ein Taubenschlag eröffnet. – So zugekackt und schmierig war das Fensterchen.

Tja. Bei der ganzen Düsternis wirken leider auch die Charaktere bislang irgendwie unsympathisch und dunkel. Da hilft auch die weiße Haut nicht, die ab und zu aus der Kleidung gepellt wird. Bitte daher in Zukunft etwas mehr Story und weniger Lullis (Westfälisch für Schnackerln). Ich habe sexphantasietechnisch schließlich privat schon genug zu tun… (*Auf 3 imaginären Frauen in Wohnzimmer zeig*)


Bewertung: 2,5 von 5 TARDISse

 

 

 


Diese Review ist im Original auf Zukunftia.de zu finden!


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Daniel Klapowski
Redakteur
Daniel Klapowski ist Chef-Redakteur von Zukunftia.de, Klei— Feingeist und zudem ein weltberühmter Kenner auserlesener Weine unter zwei Euro. So lautet ein Auszug aus seiner legendären Sammlung von Trinksprüchen: „Fusel aus dem Karton so fein, hilft beim schnellen strulle sein. Prost!“.

Daniel Klapowski

Daniel Klapowski ist Chef-Redakteur von Zukunftia.de, Klei— Feingeist und zudem ein weltberühmter Kenner auserlesener Weine unter zwei Euro. So lautet ein Auszug aus seiner legendären Sammlung von Trinksprüchen: „Fusel aus dem Karton so fein, hilft beim schnellen strulle sein. Prost!“.
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