Review – 007 – The Sensorites

Die sehen ja alle Gleich aus?!

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Doctor Who – 007 – The Sensorites


Serial bestehend aus 6 Episoden:

– „Strangers in Space“ – Erstausstrahlung am 20. Juni 1964.
– „The Unwilling Warriors“ – Erstausstrahlung am 27. Juni 1964.
– „Hidden Danger“ – Erstausstrahlung am 11. Juli 1964
– „A Race Against Death“ – Erstausstrahlung am 18. Juli 1964
– „Kidnap“ – Erstausstrahlung am 25. Juli 1964
– „A Desperate Venture“ – Erstausstrahlung am 01. August 1964

Drehbuch: Peter R. Newman

Regie: Mervyn Pinfield & Frank Cox

Produzent: Verity Lambert


Der Doktor:
 William Hartnell

Susan Foreman: Carole Ann Ford
Ian Chesterton: William Russel
Barbara Wright: Jacqueline Hill


Und weiter geht die Reise für den Doktor, Susan und den beiden unfreiwilligen Reisegefährten Ian und Barbara – diesmal verschlägt es die vier Abenteurer auf ein scheinbar verlassenes Raumschiff.

Als die Zeitreisenden das Raumschiff betreten, sehen sie sich mit einer toten Crew konfrontiert, denn die leblosen Körper des Kapitäns und eines weiblichen Crewmitglieds, hängen leblos über ihren Instrumenten.

vlcsnap-2013-11-22-03h43m27s181Es dauert allerdings nicht lange, bis die TARDIS-Crew bemerkt, dass die beiden gar nicht tot sind. Langsam erwacht der Kapitän und uns wird klar, dass sie sich in einen künstlichen Schlaf befunden haben.

Völlig unbemerkt – ganze 1,5 Meter entfernt (wie soll man das auch mitbekommen?) – macht sieht derweil ein seltsames Geschöpf an der TARDIS zu schaffen.

Nach einigen Versuchen gelingt es eben diesen Geschöpf,vlcsnap-2013-11-22-03h46m48s148 das Schloss der TARDIS zu entwenden – so, dass sich die vier schließlich in der Situation befinden, nicht mehr zurück in die TARDIS zu kommen.

Von den beiden Crewmitgliedern erfahren wir, dass sie von den sogenannten „Sensorites“ angegriffen wurden – welche ihre Gedanken hören und manipulieren können. – Na das ist doch mal eine sehr nette Eigenschaft.

Als der Doktor bemerkt, dass das TARDIS-Schloss gestohlen wurde, müssen sie nicht lange überlegen um einen Schuldigen auszumachen. Gut sie hätten auch einfach mal die 1,5 Meter nach rechts gucken können, als das Gerät der Sensorites zu hören war, welches das Schloss manipuliert hat – aber das wäre wohl zu einfach gewesen.

Barbara und Susan machen sich jetzt auf den Weg durch das Raumschiff, auf der Suche nach Wasser. – Gut sie hätten auch einfach in dem Schränkchen neben der Tür nachgucken können… also jenes, auf dem mit Großbuchstaben „Water“ drauf stand – aber auch das wäre wohl zu einfach gewesen… und so gehen sie eben durch jene Tür, welche sie schließlich vom Rest der Gruppe trennt.

vlcsnap-2013-11-22-03h58m17s123Hinter dieser Tür werden sie von John verfolgt, dem dritten Mitglied der Raumschiff Crew.

In bester „besessener Zombie“ Manier verfolgt dieser die Beiden, nur um dann, sich krümmend, zusammenzubrechen.

Unterdessen machen die zurückgebliebenen Bekanntschaft mit einem Sensorite, welcher vorne an der Scheibe des Cockpits „Kuck Kuck“ spielt.

Schnell wird ihnen klar, das Susan und Barbara in Gefahr schweben, und so wollen sievlcsnap-2013-11-22-04h03m04s178 natürlich ebenfalls weiter ins Raumschiff rein – nur leider hat John die Tür von außen verriegelt.
Zusammen schaffen sie es jedoch das „schwere“ Tor zu heben und kommen Susan und Barbara zu Hilfe. – Die Anführungsstriche sind übrigens Absicht, denn diese Folge strotzt nur so von Pappkulissen, wackeligen Wänden und Wellblech Umgebungen. Da sieht man halt deutlich, dass das schwere Tor gar nicht so schwer sein kann.
Ebenfalls sieht man, sich verbiegende Wände wenn Türen geöffneten werden und sich erbende, wenn eben diese wieder geschlossen werden. Tut der Folge aber keinen Abbruch sondern überzeugt durch besonderen Charme.

Was noch ganz stark auffällt – nur mal kurz eingeworfen, bevor es mit dem Inhalt weiter geht – ist, dass hier wohl insgesamt mehr Versprecher drin sind, als in irgendeiner anderen Folge. Und die meisten sind nicht einmal von William Hartnell sondern von den Sensorites. Man hätte ein Trinkspiel draus machen können. 😉 – Aber zurück zum Thema.

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John stellt sich als gar nicht böse heraus, sondern nur stark beeinträchtigt durch die Gedankenkontrolle der Sensorites durch eine List von Susan und Barbara, werden diese auch daran gehindert, ihnen weiter zu folgen.

Dass Susan telepathisch Veranlagt ist, wurde ja schon in „The Keys of Marinus“ gezeigt. Hier legt sie aber noch eine Schippe drauf und schafft es, zusammen mit Barbara, ihre Gedanken für die Sensorites schmerzbar zu machen, so, dass diese zusammenbrechen.

Als alle wieder beisammen sind, und John sich von seinen Strapazen erholt, gehen Ian und Baraba schließlich los, um das TARDIS-Schloss zu finden. Ohne dieses kommen sie ja nun mal nicht weg.

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Und schließlich treffen die beiden auch auf zwei Sensorites, welche ihnen scheinbar feindlich gesinnt sind, weswegen Ian sich auch sofort mit einen Schraubenschlüssel bewaffnet. – Do not fuck with the Man with the Schraubenschlüssel!

Es gelingt ihnen vor den – gar nicht so böswillig aussehenden – Sensorites zu fliehen, nicht ohne, dass Barbara anmerkt, dass diese sie gar nicht angegriffen haben.

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Die Sensorites nehmen Kontakt mit Susan auf und erklären, dass sie sich gerne mit ihnen aussprechen würden und so kommt es zur Aussprache zwischen den Sensorites und der Crew – insbesondere des Doktors.

Es stellt sich heraus, dass schon einmal Erdlinge zu den Sensorites kamen, und diese um ihren wertvollen Nährstoff „Molybdenum“ zu bringen. Seitdem haben die Sensorites das Vertrauen in die Erdenbewohner verloren und betrachten diese als gefährlich.

Es scheint als würden die Sensorites ein Einsehen haben und besprechen sich, telepathisch, mit ihren Anführern.
Leider ist das Ergebnis doch nicht so zufriedenstellend, denn sie entscheiden Susan, welche nicht einmal Anstalten macht oder widerspricht, mitzunehmen, andernfalls werden sie alle getötet.

Ian und Barbara folgen ihnen und bestehen darauf Susan zu begleiten – während der Doktor indes einen Plan ausheckt, die Sensorites zu überwältigen.
An den kleinen Pupillen dieser, will der Doktor erkannt haben, dass sie im Dunkeln sehr schlecht sehen können und schon ein dämmriges Licht eine Gefahr für sie herausstellt.
Er spinnt den Gedanken weiter und ist sich sicher, dass die Sensorites womöglich Angst im Dunkeln haben könnten – und mit dieser List gelingt es ihn Ian, Barbara und Susan zur Hilfe zu kommen.
Mehr noch, durch diese List gelingt es ihn ein gewisses Vertrauen zu ihnen aufzubauen, denn die Sensorites bemerken, dass sie nicht angegriffen worden sind, obwohl sie im Dunkeln hilflos waren.

So werden schließlich alle zu den Sensorites Ältesten gebracht, welcher ihnen freundlich gesinnt zu sein scheint.

Während John zur Krankenstation gebracht wird, wo er die Strapazen durch seine Gedankenkontrolle auskurieren soll, erhalten der Screenshot_2013-11-26-10-48-09

Doktor, Ian und Susan Wasser und Essen – und erfahren nebenbei, das die Sensorites mit einem seltsamen Virus zu kämpfen haben, der einen nach den anderen dahin rafft.
Hier geschieht auch genau das, was jeder Zuschauer sich schon denken konnte: Ian probiert zuerst das „minderwertige“ Wasser, welches der älteste zurückgehen ließ, weil er der Meinung war, dass dieses seinen Gästen nicht angemessen ist – und zeigt sofort die Symptome eben jenes Virus, den der Älteste zuvor angesprochen hatte.

Man könnte sich jetzt natürlich fragen, wo zum Teufel ist Barbara? – Nun diese blieb zurück auf dem Raumschiff. Warum fragt ihr euch? Na ganz einfach… Jacqueline Hill hatte wohl ihren Urlaub beantragt. 😉

Als Zuschauer möchte man natürlich sofort schreien „ES IST DAS WASSER“ – das bringt aber leider nur herzlich wenig,
Und so schmerzt es noch mehr, dass der Doktor ein paar ellenlange Minuten braucht, um auf des Rätsels Lösung zu stoßen.
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Aber Endlich und schließlich und überhaupt, kommt auch der Doktor darauf, dass es kein gar kein Virus ist, sondern das minderwertige Wasser vergiftet wurde.

Ian bricht schließlich zusammen und der Älteste prophezeit ihm schon einen baldigen Tod.

Das lässt der Doktor natürlich nicht auf sich sitzen und beschließt im Labor ein Gegengift herzustellen.

Unterdessen bekommt John, welcher in der Krankenstation an einen Helm geschlossen ist, welcher dem geneigten Zuschauer vielleicht aus „Zurück in die Zukunft“ bekannt vorkommen mag. Dort trug Dr. Emmet Brown einen nahezu Identischen Helm, mit welchen er versucht hat die Gedanken von Marty McFly zu lesen. – Zufall? Wahrscheinlich… aber ein netter 😉

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John bemerkt, dass die Absichten des Stadt Administrators, böser Natur sind und dieser ihnen feindlich gesinnt ist – obwohl sie das Vertrauen der Ältesten genießen.

Der Doktor schafft es schließlich ein Gegengift zu brauen und lässt dieses auch sofort zu Ian bringen – wo es aber nie ankommt, dafür hat der Stadt Administrator gesorgt.

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Ein Glück macht sich Susan auf den Weg ins Labor und bekommt vom Doktor eine weitere Flasche mit Gegengift, somit ist Ian schon einmal geholfen.

Nach vielen Tests findet der Doktor auch heraus, welche der zehn Wasserleitungen vergiftet ist und macht sich auf nach der Ursache zu suchen. – Alleine, denn die Sensorites sind ja Maulwürfen und können im dämmrigen Licht ja schon nichts mehr sehen. – Zu blöd das ihre anderen Sinne dafür nicht geschärft sind.

Dem Stadt Administrator fällt unterdessen, auf sehr seltsame und rassistisch anmutende Weise, auf, dass ja alle Sensorites gleich aussehen und sie sich selbst auch nur gegenseitig an ihrer Kleidung erkennen können… klingt rassistisch, aber gut, wenn er es sagt. – Ein Glück kann man sie zumindest an ihren stylischen Kinn-Frisuren auseinanderhalten – naja zumindest könnte man das, wenn man wollte.

So schließlich lässt der Stadt Administrator den Zweit-Ältesten entführen und nimmt dessen Platz ein.
Dann kommt er aber auf eine noch viel bessere Idee, killt den armen Ältesten (scheinbar lassen sich Sensorites mit einen leichten Klaps auf die Schulter töten) und klagt den Doktor an – welcher inzwischen wieder von seiner Erkundungstour von der Wasserversorgung zurück ist und nur knapp einen Angriff überstanden hat -, dass dieser den Zweit-Ältesten umgebracht hat.

Zu dessen Pech ließ sich sehr schnell das Gegenteil beweisen, denn der Doktor trägt inzwischen einen Umhang, welchen ihn der Älteste gegeben hatte, nachdem des Doktors Anzug, beim Angriff bei der Wasserversorgung, kaputt ging und der Verbündete des Administrators aber leider eben diesen Anzug beschrieb, als der Doktor angeblich den Zweit-Ältesten getötet haben soll. – Dumm gelaufen aber eine wahrlich schöne Szene wenn William Hartnell demonstrativ und triumphierend seinen neuen Mantel zeigt.

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Der Verräter wird festgenommen, sagt aber nicht, wer sein Auftraggeber oder Komplize war – so, dass der Stadt Administrator schließlich zum neuen Zweit-Ältesten ernannt wird.

Der Doktor und Ian machen sich nun zusammen noch einmal auf, um die Quelle der Vergiftung des Wassers heraus zu finden.

John ist unterdessen wieder bei klaren Verstand und klärt die übrigen über die bösen Pläne des ehemaligen Stadt-Administrators – jetzt Zweit-Ältesten – auf.

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Der Doktor und Ian treffen schließlich – nicht ohne sich vorher mit einer aufgerollten Papierkarte zu bewaffnen (DIE CREATURE DIE) – auf überlebende der Raumschiff Crew welche herkam um das „Molybdenum“ zu stehlen und sich in dem Glauben befinden, sich in einen schrecklichen Krieg mit den Sensorites zu befinden und deshalb das Wasser vergifteten.
Die beiden machen gute Miene zum bösen Spiel und geben sich als Verbündete aus, welche hier sind um ihnen mitzuteilen, dass der Krieg vorbei ist und sie gewonnen hätten.

Susan und Barbara finden heraus, dass die Karte, welche der Doktor und Ian haben, falsch sind und so beschließen Barbara und John ihnen zu folgen – mit Susan im Hinterkopf, die telepathisch mit ihnen in Verbindung bleibt. – Ja die ist schon talentiert unsere Susan… Hinfallen kann sie, schreien kann sie, und Telepathie beherrscht sie nun auch. Wenn das keine hervorragenden Referenzen sind?

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Barbara und John, geleitet durch die Spuren, die der Doktor hinterließ, treffen nun auf Ian, den Doktor und der Crew Mannschaft und schaffen es schließlich diese zu überzeugen, dass sie den Krieg gewonnen haben und nun mit ihnen kommen sollen.

An der Oberfläche werden sie aber von den Sensorites übermannt und festgenommen, damit ist der Krieg wohl endgültig vorbei.

Nun zu guter Letzt bekommen die vier Zeitreisenden das TARDIS-Schloss zurück und der Doktor spricht mit Susan darüber, dass sie eines Tages zu ihren Heimatplaneten zurückkehren werden… eines Tages…
Eben diesen Planeten hat Susan übrigens zuvor bestens beschrieben.

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Sie sprach von ihrer Heimat, mit dem orangenen Himmel und den silbernen Blättern an den Bäumen. – Der Zuschauer von damals wusste natürlich noch nicht viel mehr über den Planeten, welcher später in der Serie den Namen „Gallifrey“ erhielt – und so war das schon etwas Besonderes.

Die Folge endet damit, dass sich der Doktor bös darüber aufregt, das Ian angedeutet hat, der Doktor könne sie gar nicht wieder zuhause absetzen. Das verletzt den alten Herren so sehr, dass er tobend verlautbaren lässt, dass Ian und Barbara beim nächsten Ziel die TARDIS unwiderruflich verlassen müssen – mal schauen ob er seine Warnung wahr macht, in „The Reign of Terror“, der letzten Folge der ersten Staffel Doctor Who…


Fazit:

Wir haben hier eine wirklich sehr nette Folge, welche aber doch schon einige Längen aufweist.
Bei vielen Sachen kann man sich nun drum streiten ob sie ärgerlich sind oder gerade das ihren Charme ausmacht, seien es nun die sehr billigen Kulissen oder die in Haufen auftretenden Versprecher der Schauspieler.
Oder ob die Folge einfach minderwertig produziert wurde.
Das ist aber egal, denn sie unterhält dennoch, dank der sympathischen Figuren.
Auch wenn die Story nicht viel hergab, war die Interaktion zwischen den Figuren und den Aliens, die nicht einfach Stereotypisch böse waren, sondern höchst zivilisiert, doch sehr unterhaltsam.
Neben den wackeligen Kulissen sollte man aber die Masken der Sensorites nennen, welche sehr gut aussahen, wenn auch bestimmt nicht sehr hochwertig.

Alles in allen eine gute Folge, die man durchaus weiterempfehlen kann.

Mit der Punktevergabe tu ich mich ein wenig schwer… 7 halte ich für zu hoch – die gab die Story einfach nicht her – 6 halte ich aber für deutlich zu wenig… deswegen entscheide ich mich für:

6,5 von 10 Punkten.

Punkte 6,5


 

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André McFly
Gründer & Chefredakteur
Ich bin seit über 10 Jahren Doctor Who Fan und hatte 2013 die Idee für eine deutsche Doctor Who Reviewseite. Über die Jahre hat sich der Whoview allerdings zu mehr als nur einer Reviewseite entwickelt und so schreibe ich heute vor allem News und Rezensionen. Ich bin auch jährlich auf der Timelash als Presse zu Gast und veröffentliche meine Eindrücke hier auf der Seite. Fernab von Doctor Who betreibe ich mehrere Podcasts, mache Musik und versuche mich als Autor.
André McFly

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Ich bin seit über 10 Jahren Doctor Who Fan und hatte 2013 die Idee für eine deutsche Doctor Who Reviewseite. Über die Jahre hat sich der Whoview allerdings zu mehr als nur einer Reviewseite entwickelt und so schreibe ich heute vor allem News und Rezensionen. Ich bin auch jährlich auf der Timelash als Presse zu Gast und veröffentliche meine Eindrücke hier auf der Seite. Fernab von Doctor Who betreibe ich mehrere Podcasts, mache Musik und versuche mich als Autor.

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