Review – 1×04 – Aliens in London (Aliens of London)

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DOCTOR WHO
„ALIENS IN LONDON“
(„ALIENS OF LONDON“)

Erstausstrahlung DE: 2. Februar 2008
Erstausstrahlung UK: 16. April 2005

Drehbuch: Russell T Davies
Regie: Keith Boak
Produktion: Russell T Davies, Julie Gardner, Phil Collinson

Der Doctor: Christopher Eccleston
Rose Tyler: Billie Piper


Der erste Kontakt. Es könnte so erhebend sein. Und dann fangen die Aliens an zu pupsen und amüsieren sich darüber köstlich. Trotzdem ist die Folge besser, als sie selber denkt. Spoiler!

s1_04_wal_04Der Doctor bringt Rose wieder nach Hause und glaubt fest daran, dass nicht mehr als zwölf Stunden vergangen sind. Doch es sind in Wirklichkeit zwölf Monate, und während Rose noch darum ringt, was und wie viel sie ihrer Mutter erzählen kann, wird auch klar, warum die TARDIS sie ausgerechnet in diese Zeit gebracht hat. Ein außerirdisches Raumschiff legt in der Themse eine Bruchlandung hin, und die Menschheit steht scheinbar vor ihrer ersten Begegnung mit Aliens. In Wirklichkeit aber sind die längst unter ihnen und wollen jeden aus dem Weg räumen, der sie enttarnen könnte.

Erstaunlicherweise ist diese Folge ein Beispiel für zwei sehr gegensätzliche Aspekte der „Doctor Who“-Neubelebung. Zum einen zeigt sie, was die Serie sein könnte, wenn sie ihre eigenen Geschichten nicht so geringschätzen würde, und zum anderen ist sie ein Zeugnis dafür, was passiert, wenn man das mit der Kinderserie ein bisschen zu wörtlich nimmt. Dann bekommen wir nämlich hässliche Gummialiens, die unentwegt furzend die Weltherrschaft anstreben.

s1_04_wal_08Eigentlich, und das mag erstaunen, ist die Idee hinter „Aliens of London“ eine ziemlich geniale. Man geht immer davon aus, dass Außerirdische durch die Vordertür kommen, entweder in der friedlichen Absicht des kulturellen Austauschs oder etwas direkter mit einer Invasion. Die Slitheen von Raxacoricofallapatorius (zum Glück gibt’s copy & paste) sind längst auf der Erde, und um ihren Weg an die Macht zu ebnen, die sie übrigens auf erstaunlich menschlich intrigante Art und Weise anstreben, inszenieren sie eine Bruchlandung, der sämtliche Alien-Experten an einen Ort versammelt, so dass sie sie spielend leicht ausschalten können. Herrje, sie basteln sogar ein Schwein in einen Raumanzug, was gruselig und witzig zugleich ist!

s1_04_wal_11„He’s not my boyfriend. He’s better than that. He’s much more important.“ Es ist ausgerechnet diese Folge, die die Beziehung zwischen dem Doctor und Rose vielleicht am bisher besten definiert. Als sie in der ersten Folge mitgeflogen ist, hat sie an nichts als ihr eigenes Vergnügen gedacht, dann musste sie erkennen, dass ihr auch Gefahr droht, doch den Gedanken an die, die zurückbleiben, den hat sie konsequent ignoriert. Es ist nur zu verständlich, dass Jackie panisch vor Angst war, und dass sie niemand anderen als Mickey verdächtigen konnte. Sie weiß nichts über den Doctor, für sie ist er nichts weiter als ein Mann, der potenziell doppelt so alt ist wie ihre Tochter (wenn sie nur wüsste!), und der sie für ein Jahr quasi entführt hat. Es ist fast erstaunlich, dass sie ihn nicht hinter Gitter gebracht hat. (Allerdings muss man wohl sagen, Jackie mag nicht die Klügste sein, aber sie weiß schon, dass sie ihre Tochter wirklich verlieren würde, wenn sie das täte.) Wie auch immer, der Polizist stellt eine wichtige Frage: „When you say companion, is this a sexual relationship?“ Und die einhellige Antwort sowohl von Rose als auch vom Doctor lautet: „No.“

s1_04_wal_12Notes of London. Wieder eine „Bad Wolf“-Referenz, ein Junge sprüht die Worte an die TARDIS. Ich mochte die Ironie, dass selbst ein Zeitreisender am Ende näher am Geschehen dran ist, wenn er sich wie jeder normale Mensch vor den Fernseher setzt. Laut Rose war sie nur ein paar Tage weg. Ich hätte mehr gedacht. Der Doctor nennt Mickey permanent Ricky, aber interessanterweise nur, wenn er da ist. Gegenüber Rose spricht er weiterhin von Mickey. Was die Aliens angeht, die waren so was von eindeutig aus Gummi, und dann diese niedlichen Babyaugen, absolut lächerlich. Und die abgestreifte Haut, die sie finden, ist nie im Leben echt, sondern sichtbar Plaste. (Aus Rücksicht auf die Kinder, damit sie keine Alpträume kriegen?) Und warum wird es eigentlich immer dunkel, wenn sie die Menschenhaut ablegen? Und überhaupt, warum hat der Polizist einen sichtbaren Reißverschluss auf der Stirn, die Politiker und der Militärfuzzi aber nicht? Ja, das ist Tosh aus „Torchwood“, die das Alien-Schwein begutachtet. Ich glaube, sie haben das sogar mal in der Serie erklärt, dass sie an dem Tag für einen Freund einsprang oder so ähnlich.


BEWERTUNG: 3 von 5 TARDISse

3


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Diese Review gibt es auch auf bananasblog.de

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