Jodie Whittaker: Eine persönliche und kritische Meinung zum Casting eines weiblichen Doctors

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Am Sonntag den 16. Juli trat das ein, was für die eine Seite längst überfällig und für die andere langfristig unausweichlich war – und trotzdem ein weiterer Teil für unmöglich hielt. Die BBC verkündete nach dem Wimbledon Finale der Männer den neuen Doctor und zum ersten Mal, in der 53-jährigen Seriengeschichte, wurde eine Frau als neueste Inkarnation des Doctors angekündigt. Das Resultat war ein Medienecho, wie ihn sich die BBC garantiert gewünscht hatte und vermutlich mit ein Grund für diese drastische Entscheidung war. Meldungen über niedrige Quoten der inzwischen 12 Jahre alten Serie, sowie die Unzufriedenheit der Führungsebene bildeten schon länger die Grundlage für Gerüchte zu einer einschneidenden Veränderung, die einerseits das Interesse der breiten Masse anregen und andererseits für ein großes Medienecho sorgen sollte. Jodie Whittaker ist jetzt in aller Munde.

Aber drastisch war auch das Nachspiel, auf welches ich in diesem Artikel im Speziellen eingehen möchte. Das Fandom spaltete sich in zwei Lager. Die eine Gruppe begrüßte diese Entscheidung mit demselben Worten, wie der Großteil der Medien: mit überschwänglicher Freude und Begeisterung – oder hatte zumindest nichts dagegen und möchte erstmal abwarten, wie es wird. Die andere Gruppe hingegen ist geschockt und ist mit der getroffenen Entscheidung nicht einverstanden. Ich gehöre zu letzterer Gruppe.

Ich möchte gleich vorneweg sagen, dass dies hier eine sehr persönliche Sicht wird und ich niemanden damit bekehren, oder anderslautende Meinungen schlecht reden möchte. Wenn Ihr das Casting begrüßt, euch darüber freut und ihr es für den richtigen Schritt haltet, dann ist das vollkommen in Ordnung. Ihr dürft gerne in die Kommentare eure Ansichten schreiben, ob ihr mir zustimmt, oder widersprecht. Ich möchte hier nur argumentativ eine Gegenstimme darlegen. Warum ich das möchte? Weil ich bisher von der Gegenseite der Diskussion nichts anderes geerntet habe, als hohle Beschimpfungen als Sexist, Chauvinist (ist das eigentlich dasselbe?), Hinterwäldler, jemand der die Serie nie verstanden hat, die Serie nie gesehen hätte oder ähnliches. Es war in keinster Weise bisher möglich eine richtige Diskussion zu führen, weil jedes aufgebrachte Argument mit dem Hammer totgeschlagen wurde.

Ich möchte keinen weiblichen Doctor. Ich persönlich möchte keinen weiblichen Doctor. Bin ich jetzt ein Sexist? Ich dessen erste Lieblingsserie überhaupt „Buffy – Im Bann der Dämonen“ war? Zu dessen Lieblingsfiguren in der (neuen) Serie Amy Pond, Bill Potts und River Song zählen? Jemand der sich Romana zurückwünscht, ihr sogar eine eigene Serie zugestehen möchte und denkt, dass dies mindestens so erfolgreich wie die Mutterserie sein könnte? In vielen Augen offensichtlich: ja. Aber ich gehöre nur zu dem Teil des Fandoms, der die Serie gerade so liebt, wie er sie kennengelernt hat. Ich bin jetzt seit 10 Jahren Fan. Ich liebe die neue und die alte Serie. Ich finde auch Sachen scheiße. Sowohl in der neuen, als auch in der alten Serie. Ich mag den 5. Doctor nicht und ich mag den 10. Doctor nicht. Deswegen habe ich noch lange nicht aufgehört meine Serie zu gucken oder die Hörspiele zu hören oder die Bücher/Comics zu lesen. Auch wenn einer der vielen Kommentare, die man immer wieder liest, „Wenn du keinen weiblichen Doctor willst, dann guck doch einfach etwas anderes“ ist. Ich möchte gar nichts anderes gucken. Doctor Who ist ein großer Teil meines Privatlebens geworden. Ich habe in den letzten 10 Jahren viel Zeit, Arbeit, Geld und vor allem Leidenschaft investiert. Ich habe den Whoview aus dem Boden gestampft, der sich inzwischen zur größten deutschen Doctor Who Newsseite entwickelt hat. Ich habe durch das Fandom unzählige neue Menschen kennengelernt, von denen viele sehr gute Freunde geworden sind. Ich liebe die Serie und ich werde sie auch noch gucken wenn sie abgesetzt wurde oder der 14., 15. oder 16. Doctor kommt, sofern ich nicht vorher sterbe. Aber ich möchte keine Frau Doctor.

Ich möchte den Begriff „Gleichberechtigung“ gar nicht groß erwähnen, da ich denke, dass die BBC nur das gemacht hat, was die größte Aufmerksamkeit nach sich ziehen würde und nicht direkt feministischer Natur war, selbst wenn Jodie Whittaker den Feminismus in ihrem ersten Interview erwähnte („Ich als Feministin freue mich…). Ich möchte viel mehr darauf eingehen, dass starke Frauencharaktere gerne gesehen und erwünscht sind – von meiner Seite aus. Nur ist das Ändern eines männlichen Charakters in einen weiblichen nicht der Weg, den man gehen sollte. Ich höre jetzt schon das „Aber der Doctor hat selbst gesagt, dass es ihm egal ist, welches Geschlecht er bekommt und Time Lords sind so weit entwickelt, dass sie sich nicht für so etwas interessieren“-Argument. Ja, da war Steven Moffat ein Fuchs, dass er zwei Folgen, vor der Regeneration in eine Frau, diesen Dialog in sein Drehbuch einbaute. Und damit hat die Serie erreicht, was sie wollte = Alles was davor war, ist egal. Grundsätzlich ist das auch eine gute Sache, aber sie funktioniert nicht. Nicht für mich als Zuschauer. Da können die Time Lords noch so weit entwickelt und die Beauftragten der Gleichberechtigung noch so sehr darauf pochen, dass die Geschlechter völlig egal sind. Der Punkt ist: ja jeder Mensch sollte, egal welches Geschlecht er hat, welcher Rasse er angehört, ob er dick, dünn, behindert, gesund, intelligent oder dumm ist, gleich behandelt werden. Das heißt, jeder sollte dieselben Rechte haben. Jeder sollte toleriert und akzeptiert werden, wie er ist (Ich merke an, Toleranz und Akzeptanz bedeutet nicht, dass man automatisch alles gut finden muss. Ich kann trotzdem noch missfallen an bestimmten Sachen finden. Ich muss nur tolerieren und akzeptieren, dass etwas oder jemand „so“ ist. Aber es muss mir nicht gefallen.). Das ist etwas, was ich vollkommen unterstütze. ABER (Und man sagt, dass alles vor einem „aber“ Moppelkotze ist, das ist hier nicht der Fall!), darum darf sich trotzdem immer noch jeder Mensch unterscheiden und auch individuell, wie es zu dem Menschen passt, entfalten und betrachtet werden. Männer und Frauen unterscheiden sich genetisch und jeder Mensch hat Präferenzen. Diese zeigen sich auch in unserer Sexualität. Die einen sind Hetero-, die anderen Homo, nicht wenige Bisexuell und einige stehen auf Züge, Geldautomaten oder Gummienten. Jeder dieser Menschen sollte dieselben Rechte haben und keine Präferenz sollte über oder unter einer der anderen stehen. (Auch wenn ich persönlich mir nicht verkneifen könnte, einen blöden Spruch zu bringen, wenn jemand eine Gummiente heiraten möchte. 😉 ) Präferenzen haben wir alle, automatisch und ohne, dass wir dies Beeinflussen können und der Grund, weswegen ich dieses Große Fass aufmache, ist, dass meine Präferenz als Lead, als Heldenfigur, als Aushängeschild von Doctor Who, der Doctor als Mann ist.

Für mich ist der Doctor als strikt männliche Figur präsent gewesen. Ich habe die Serie mit dieser Information kennen und lieben gelernt. Der Doctor. Es war für mich keine Frage, dass diese Person ein Mann ist. Ich habe dies gesehen, dies akzeptiert und meinen Gefallen daran gefunden. Wäre die Figur von Anfang an als geschlechtswandelndes bzw geschlechtsneutrales Wesen eingeführt worden, hätte ich absolut keine Probleme damit. Allerdings ist das eine Entwicklung, die erst in den letzten Jahren in die Serie einzog. Als ich die Serie das erste Mal gesehen hatte, gab es keinen Geschlechtswechsel bei den Time Lords. Die erste Erwähnung in diese Richtung, gab es erst mit dem „Korsar“ in „The Doctor’s Wife“ 2011. Für mich war der Doctor ein Mann. Und asexuell war dieser auch nicht. Ich bin der festen Überzeugung, dass der 9. und 10. Doctor mit Rose geschäkert haben und der 11. Doctor sich überhaupt durch die gesamte Geschichte gevögelt hat. Bücher und BiFis lasse ich jetzt mal außen vor. Der Doctor war in meinen Augen, ein sexuell aktiver Mann, der bisher, von Flirtereien mit beispielsweise Captain Jack mal abgesehen, offensichtlich heterosexuelle Beziehungen hatte. Mit dem Fortschreiten der neuen Serie und vor allem, seit der Einführung von Missy, womit der Grundstein gelegt wurde, wurde die Serie aber deutlich progressiver in diese Richtung, die es vorher nicht gab. Plötzlich wurde das Geschlecht der Time Lords relevant im Bezug auf die Historie, aber irrelevant für die Charaktere selbst. Männlein und Weiblein sind für fortschrittliche Rassen ein und dasselbe und so muss es sein. Genetische Unterschiede spielen keine Rolle. Und wenn man dies nicht hinnimmt, ist man halt konservativ, verklemmt und von gestern. Das ist eine drastische Veränderung an der Charakterisierung der Time Lords und des Doctors, die dem widerspricht, wie ich die Serie kennen gelernt habe. Hier ist auch ein Punkt, der von vielen nicht beachtet wird. Wer erst später zur Serie gestoßen ist, hat diese ganz anders kennengelernt als ich. Dort waren die Veränderungen nämlich nichts neues, sondern der Status Quo. Natürlich gibt es auch Leute, die so lange wie ich, oder wesentlich länger dabei sind und trotzdem keine Probleme damit haben, bzw die Entscheidung begrüßen. Aber ich kann auch nur für mich sprechen. Warum Diese Veränderung so ganz anders ist, als alles bisherige und somit durchaus, in meinen Augen, kontrovers diskutiert werden darf, obwohl die Serie von Veränderung lebt, erläutere ich weiter unten. Und, auch auf die Gefahr hin hierfür gelyncht zu werden, der Punkt, dass die Geschlechter keine Rollen spielen und beliebig ausgetauscht werden können, ist der, wo die Serie einen Fehler macht.

Man darf nicht erwarten, dass jeder die Auffassung teilt, dass das vorgesetzte Geschlecht in jeder Rolle egal ist. Es gibt nun einmal zwei Geschlechter. Und wenn mir jemand begegnet, dann ordne ich diesen Menschen intuitiv als Mann oder Frau ab. Und das ist gar nicht schlimm. Jeder Mensch fällt sofort unbewusst ein Urteil über den anderen, sobald er ihn sieht. Das ist ganz normale Psychologie. Und jeder Mensch hat Präferenzen. Ich mag zum Beispiel keine weiblichen Sänger. Ich finde nicht, dass Frauen schlechter singen als Männer oder weniger Talent hätten (so ein Blödsinn), Ich persönlich kann nur nichts mit weiblichen Sängern anfangen. Sie treffen nicht meinen Geschmack. In meiner Musiksammlung findet sich kein einziges Album, kein Interpret, keine Band, wo eine Frau die Frontfrau ist. Ist das so, weil ich beschlossen habe, dass ich keine Musik von Frauen mag? Oder weil ich Frauen kategorisch und wohl durchdacht ablehne? Nein, ich mag es nur einfach nicht. Genau so wenig, wie ich Schlager Musik oder Techno mag. Es ist auch viel mehr so, dass mir dies erst vor einigen Jahren klar wurde und mir durch Zufall aufgefallen ist. Ich habe nie einen Gedanken daran verschwendet „Oh jetzt diskriminierst du aber die Frauen, wenn du keine weiblichen Sänger magst“, sondern ich wusste was ich mag und was nicht. Ich weiß auch, was ich essen mag und was nicht. Ich habe meine Präferenzen, meinen Geschmack. Umgekehrt mag ich es nicht von Männern massiert zu werden. Das klingt zugegeben sexistisch, alleine dass ich als „Pro-Frauen“-Argument den Beruf des Masseurs, der weites gehend von Frauen ausgeübt wird, heranziehe – ist es aber nicht. Es ist nur meine Präferenz. Ich diskriminiere damit keine männlichen Masseure und denke auch nicht, dass sie schlechte Arbeit leisten. Ich persönlich möchte aber nur von Frauen massiert werden. Und ich persönlich möchte einen männlichen Doctor haben.

Jodie Whittaker wird garantiert – und daran habe ich keinen Zweifel – ihren Job gut machen. Sie wurde für die Vision gecastet, die sich Chris Chibnall vorstellt und wird das, was sie spielen soll, bestimmt gut machen. Sie wird einen guten weiblichen Doctor spielen. Man wird sie dafür loben, wie gut der Charakter ist. Und, wenn ich es losgelöst von meinen letzten 10 Jahren betrachte, stimme ich dem bestimmt zu. Aber das ist nicht mehr der Doctor für mich. Das ist nicht mehr derselbe Charakter und nicht mehr die Serie, wie ich sie geliebt habe. Es ist eine grundlegende Veränderung, die dafür sorgt, dass ich eine „neue“ neue Doctor Who Serie bekomme, mit einem neuen Hauptcharakter, die bzw den ich vielleicht lieben lerne, so, wie er dargeboten wird, aber den alten Charakter, den ich von Anfang an hatte, habe ich verloren. Mir wurde mein Doctor genommen und durch einen neuen progressiven und einen vermeintlich absolut von allen Kritiken befreiten neuen Doctor ersetzt. Eine vollkommen neue Figur. Traurig dabei nur, dass man mir diese neue Figur, als alte Figur verkaufen möchte. Dabei wäre die viel bessere Lösung ein gleichberechtigter weiblicher Charakter, wie beispielsweise River Song, so dass man beides hat und nicht nur das eine oder das andere.

Ja, der Doctor hat sich stets verwandelt. Er war stets mit jeder Inkarnation ein neuer Charakter. Das stimmt! Aber er war im Kern immer gleich und hier wurde nicht nur der Charakter geändert, sondern der gesamte Kern. Ja, mit Vorarbeit in den letzten 2-3 Jahren der Serie, wo man geschickt schon die Weichen dafür gestellt hat. Aber das war nur der Anfang des Prozesses, der hier beendet wurde. Der Kern, der für mich greifbar für diese Figur war, ist ersetzt worden. Das muss nicht bedeuten, dass die Serie dadurch schlechter wird. Das bedeutet für mich nur, dass ich etwas verloren habe, was ich geliebt habe und nun nur vielleicht etwas neues lieben lernen kann, aber das alte nicht mehr wiederbekomme.

Drastisch waren meine ersten Worte, direkt nach der Bekanntgabe: „Doctor Who ist tot“. Aber das ist es auch, für mich. Das Doctor Who, wie ich es kannte, ist tot. Jetzt kommt das neue Doctor Who. Wenn ich Glück habe, lerne ich es genau so lieben. Aber es wird für mich nie wieder dasselbe sein.


Ich bin mir sicher, dass ich viele von Euch angeregt habe, diesen Text auseinander zu nehmen, mir zu widersprechen und mir Eure (vermutlich gegenteilige) Meinung zu schreiben. Ich lade Euch dazu herzlich ein und verweise Euch auf die Kommentarsektion. Bitte berücksichtigt hier, dass ich versucht habe, so sachlich und erklärend wie möglich zu sein und ich niemandes persönliche Meinung damit madig machen, sondern nur eine Erklärung zu der meinen liefern wollte. Bleibt bitte ebenso sachlich und unterlasst hohle „Du Sexist“, „Du Hater, „Du hast die Serie nicht verstanden“, „Du hast wohl keine anderen Probleme“, „Du kommst in die Hölle, McFly!“ Aussprüche.


 

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Thorsten
Dalek

Das war ein sehr guter Artikel. Ich gehöre zwar zur Fraktion, die Jodie absolut begrüßen, aber ich kann dich und deine Argumente gut verstehen und das gesagte nachvollziehen. Solche Argumentationen sollte es viel öfter geben.

Der mit dem Hut
Dalek

Man spürt richtig, wie viel Leidenschaft hier fließt und wie persönlich das geht. Toll geschrieben!

marie tanzt
Dalek

ich habe jetzt ganz viel mimimi erwartet und dann kam doch ein intelligenter artikel bei rum. ich bin überrascht.

Jenny
Dalek

DANKE

Sven
Dalek

Du sprichst mir komplett aus der Seele. Ich bin kein Sexist, nur weil ich einen Mann als Hauptfigur bevorzuge. Ich habe bisher auch nur Anfeindungen für meine Äußerungen geerntet. Es ist schön, nicht alleine zu sein.

Dominic
Dalek
Verdammt! Guter Artikel und genau meine Meinung. Ich hatte eine ähnliche Meinung bei FB gepostet [ weniger eloquent ] und wurde als Sexist bezeichnet… Leider ist heute eine Meinung nur dann in Ordnung, wenn Sie dem aktuellen politischen / gesellschaftlichen Ton folgt. Neutralität und Objektivität, genau was die Pro-Jodie Fraktion fordert, wird bei anderen Meinungen schnell ausgeblendet. Ich wünschte man hätte eine andere Lösung gefunden. Da gefällt mir deine Idee mit River Song oder auch Romana. DAS wäre eine Serie gewesen die perfekt neben Doctor Who funktioniert hätte und die ich direkt schauen würde! Was heißt schauen, wahrscheinlich würde ich… Mehr lesen »
Finnes
Dalek
Der liebe Sexismus, Gleichberechtigung oder ist es größenwahnsinnig. Das ist doch eigentlich die Frage die sich stellt. Ich finde es okay, eine gleichberechtigte Welt zu erleben. Dass eine Frau nirgends ausgeschlossen oder bevorzugt wird, weil sie eine Frau ist. Gleichberechtigung eben. Das was ein Großteil der Feministinnen, und nein ich meine nicht alle, sondern einen großen Prozentsatz, wollen keine Gleichberechtigung sondern die Führung übernehmen. Dann gibt es noch eine weitere Art von Gleichberechtigung. Und da rede ich jetzt von der Queer-Theorie. Und ich glaube das ist der wahre Kern dieses Gender-Wahnsinns. Der Begriff ist wahrscheinlich für viele von euch nicht… Mehr lesen »
Sandra
Dalek

Ein sehr guter Artikel, der genau meine Sichtweise trifft! Ich finde Missy als Rolle genial, aber schon damals störte mich die Möglichkeit der Regeneration als Frau, war doch damit klar, worauf es hinaus lief. Und jetzt habe ich mich mit sehr viel Mühe und Ärgern durch die Staffeln mit Peter Capaldi gequält in der Hoffnung auf einen neuen Doktor, der mich wieder richtig begeistert und dann das. Wie du schon schreibst, vielleicht wird sie das echt toll machen und mir gefallen, es ist aber einfach nicht dasselbe, es ist nicht „Der Doktor“…

Claudia N.
Dalek

Da liest man über den Autor immer nur die schlimmsten Sachen, Flüche und Hasstiraden und dann kommt so ein Artikel und man fragt sich, wie passt das zusammen? Das ist einer der besten und intelligentesten Beiträge, die ich im Doctor Who Fandom jemals gelesen habe. Konstruktiv, ehrlich, persönlich und nachvollziehbar. Ich hoffe, dass auch viele Leute, die sonst eine Abneigung gegen den Mcfly haben, das hier lesen. Das ist es wert!

Kyrisia
Dalek

Ein sehr schöner Artikel, den ich gerne früher gelesen hätte – dann wäre mein Artikel vermutlich anders ausgefallen. Ich begrüße zwar sehr einen weiblichen Doctor, kann aber jetzt wenigstens nachvollziehen, warum das für Einige schwierig werden wird.
Meine Meinung dazu – vor diesem Artikel: http://www.kyrisia.de/2017/07/17/thedoctor/
(Ich hoffe es ist okay, wenn ich meinen Link hier setze und würde deinen Artikel gerne ebenfalls auf meiner Seite verlinken)

trackback

[…] Nachtrag: Ich habe einen wirklich tollen Artikel gefunden, in dem eine ganz andere Meinung über dieses Thema zu finden ist. HIER! […]

Verena
Dalek

Das beschreibt genau meine Sichtweise. Sehr guter Artikel! Danke!!!

Erdling

Ein toller Artikel. Ich sehe und lebe die Serie nun schon seit 12 Jahren. Und ich war letzten Sonntag sehr geschockt als veröfentlicht wurde das der 13. Doctor eine Frau wird. EineEntscheidung die mir selbst nicht sehr behagt da ich denn Doctor eben wie viele als Mann sehe und immer gesehen habe. Das soll jetzt nicht heißen das ich aufhöre Doctor Who zu schauen. Ich bin eben nicht zufrieden damit.

sabrina
Dalek

daumen hoch! spricht mir aus der seele!

Mona
Dalek

Ich kann deine Meinung vollkommen nachvollziehen, auch wenn ich dir nicht unbedingt zustimmen würde. Leider ist es so, dass vielfach weniger sachliche Argumente vorgebracht werden. Wenn ich dann lese, dass ein weiblicher Protagonist dazu führen wird, dass es nur noch um Liebe, Mode usw. gehen wird oder eine Frau einen solchen „dominanten“ Charakter nicht darstellen kann, kann ich das halt nicht wirklich nachvollziehen.

Doctor Phil
Dalek

Ich hab gar keine Argumente gelesen, außer dass du die Geschlechter-Umschreibung nicht magst. Hm. Okay.
Nicht WARUM du es nicht magst.

Jan
Dalek

Dann lies nochmal. Es ist ziemlich ausführlich erklärt. Natürlich auf einer persönlichen emozionalen Ebene. (Wie auch sonst?)

Steffi
Dalek
Ich beginne gleich mal damit, dass ich dir in vielen Punkten widerspreche, muss aber auch gestehen, dass dein Text der mit Abstand durchdachteste und argumentativste Beitrag dieser Art war, den ich bisher gelesen habe – vor allem deshalb, weil du deine Meinung im Endeffekt auch tatsächlich begründet hast und nicht nur ein provokatives „der Doktor ist ein Mann!“ in den Raum geworfen hast. Als eingefleischter Whovian weise ich natürlich erstmal darauf hin, dass es eigentlich schonmal eine weibliche Reinkarnation des Doktors gab (ja, okay, das war nicht Teil der offiziellen BBC-Serie, aber es hat sie gegeben!). Ich persönlich freue mich… Mehr lesen »
Piper
Dalek
Naja, so dramatisch sehe ich das nicht. Das erste Mal habe ich Dr. Who in den 70ern gesehen, Samstag Nachmittag im ZDF, das muß wohl damals Sylvester McCoy gewesen sein, mit dem Regenschirm mit dem Fragezeichen-Griff. Das hat mich eher abgeschreckt und habe das auch nicht mehr geguckt, bis es dann bei ONE gesendet wurde. Seitdem habe ich mir die volle Dröhnung gegeben, alle Folgen plus Class und Torchwood und muß sagen, es gefällt mir ganz gut, am besten eigendlich noch die Folgen mit Peter Capaldi, aber vielleicht bin ich auch „Local hero“ vorgeschädigt. Ich halte auch nix von der… Mehr lesen »
Lara
Dalek
Es gibt zwei Extreme. Du mit deiner Ablehnung bist das eine, die, die das begrüßen, das andere. Der Unterschied ist, du bist der erste aus BEIDEN Lagern, der eine vernünftige und konstruktive Argumenation für seine Sichtweise geliefert hat. Ich höre von der einen Seite sonst nur „Mimimi ich will das nicht“ und von der anderen „Mimimi ich will das aber!“ und dann bekriegen sich beide Seiten. Pro-Jodie = Alles Sexisten, Alles Hater, die Serie ist nix für euch! – Contra-Jodie = Scheiß Femen, scheiß politische Korrektheit, scheiß Veränderung. Aber niemand, von all den vielen Kommentaren und Diskussionen, hat sich bisher… Mehr lesen »
Erdling
okay. ich verstehe dein Problem mit dieser Änderung, sie ist tatsächlich gravierend – was nur beweist, wie sexistisch unsere Gesellschaft noch immer ist. Und ja, vermutlich ist diese Änderung dieser Aspekt der Timelords so gut wie kaum vorher mal erwähnt oder angedeutet worden (klar, weil sie frühere Serienmacher gar nicht gedacht haben), plotmäßig gesehen. was hätte das vor Jahrzehnten für coole Twists geben können, wenn der Doctor schon mal weiblich gewesen wäre oder konkreter „gleichgeschlechtlich“ zusätzlich orientiert…. :-). aber gut. Du hast deine Meinung als persönlich gekennzeichnet (als ob das etwas ändern würde), aber gut. Du bist aber auch der… Mehr lesen »
Jan
Dalek

Das hat nicht zwingend etwas mit Sexismus zu tun. Ich bin ja auch kein Sexist, weil ich lieber Sex mit Frauen als mit Männern habe. Ich bin so veranlagt.
Wie ist es mit Dir? Stehst Du nur auf Männer, oder nur auf Frauen? Warum? Das ist genauso eine persönliche Vorliebe, wie weibliche Gesangsstimmen. In meinem Fall (ich bin ein Mann) ist es umgekehrt. Ich mag fast auschließlich weibliche Stimmen. Nach Deiner Logik bin ich ein Sexist, weil ich ein Geschlecht bevorzuge. Das ist einfach nicht richtig.

Harald
Dalek
Leider Passt die Überschrift nicht zu den Argumenten. Dies soll eine kritische Meinung zum Casting sein? Dies ist nur das überall wiederholte: „Ich mag das nicht, das darf nicht sein.“ Eine persönliche Abneigung gegen einen weiblichen Doktor, nur weil alle bisher männlich waren, etwas anderes ist das Argument „Für mich ist der Doctor als strikt männliche Figur präsent gewesen. Ich habe die Serie mit dieser Information kennen und lieben gelernt. Der Doctor.“ nicht, nur mit anderen Worten. „Der Doctor“ ! Du bist Dir des Fehlers bewusst der hier ganz deutlich durchscheint. In Deutsch heisst es „Der Doktor“, mit k, Du… Mehr lesen »
Jan
Dalek

Da steht „Ich mag das nicht, weil…“ von „das darf nich sein“ steht da nicht eine Silbe.

Jes
Dalek
Ein Artikel, der in großen Teilen auch meine Meinung widerspiegelt. Ich habe das größte Problem damit, dass eine etablierte Figur dafür genutzt wird, eine politische Aussage zu machen. Dadurch wird der Doctor kein feministisches Leitbild, ganz im Gegenteil. Wenn es darum geht, postive Vorbilder für Kinder zu schaffen, wäre es weit mehr wert, starke Frauenfiguren zu entwickeln, die eindeutig (und eben immer) weiblich sind. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie den Charakter nicht gut verkörpern wird – darüber sollten wir uns alle jedes Urteil verkneifen, bis wir die erste Folge mit ihr gesehen haben. Aber es bedeutet, dass wir einen… Mehr lesen »
ngh
Dalek
Ich verstehe deine Argumente, stimme ihnen aber nicht komplett zu. Zuerst hast du vollkommen Recht: Ein weiblicher Hauptcharakter ist an sich nichts progressives, es wäre besser gut geschriebene Frauenrollen zu haben, dann kann der Doktor auch männlich sein. Problematisch finde ich eher die Gender-Diskussion, die du da aufmachst. Aber da jetzt drauf rumzureiten macht hier keinen Sinn. „Bauchgefühle“ und „eigentlich sollte es doch so sein wie immer“ sind aber auch keine richtigen Argumente. Für mich ist an der Frage nach Jodie Whittaker vor allem relevant: Kann sie die Serie bereichern? Wird die Serie durch ihr Engagement zu mehr als es… Mehr lesen »
Marc Panjai
Dalek

Ich hab kein Problem mit nem weiblichen Doc – voraus gesetzt es ist eine Gescheite Storyline. Man stelle sich das mal vor, Frau Doctor verliebt sich und wird schwanger.. das hat Potential zu klären wie Timelords geboren werden..

Norbert Franz
Dalek

Schön und aufrichtig geschrieben, nur kann ich mich der Meinung absolut nicht anschließen.

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