Review – 10×02 – Smile

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http://whoview.de/2017/04/24/review-10x02-smile/
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DOCTOR WHO
„SMILE“

Erstausstrahlung DE: Noch nicht bekannt
Erstausstrahlung UK: 22. April 2017

Drehbuch: Frank Cottrell Boyce
Regie: Lawrence Gough
Produktion: Steven Moffat, Brian Minchin, Peter Bennet

Der Doctor: Peter Capaldi
Bill Potts: Pearl Mackie
Nardole: Matt Lucas


In der fernen Zukunft, am Rande der Galaxie, da befindet sich eine schimmernde, perfekte Stadt. Diese brandneue Menschensiedlung soll, so sagt man, das Geheimnis vom menschlichen Glück beheimaten – aber das einzige Lächeln, welches der Doctor und Bill finden können, befindet sich auf einem Berg von grinsenden Totenköpfen. Etwas lebendiges ist in den Wänden und die Emoji-Roboter beobachten die Schatten, als der Doctor und Bill diesem schreckliche Geheimnis auf den Grund gehen.


Der Mann, der „In the Forest of the Night“ verbrochen geschrieben hat, bekam hier seine zweite Chance und hatte somit auch die Chance zu zeigen, dass in ihm doch ein vernünftiger Doctor Who Autor stecken könnte. Was kann man gleich vorneweg sagen? Ja, die Folge ist definitiv besser als des Autors Erstlingswerk. Das ist aber leider schon so ziemlich das einzige Positive, was man über diese Folge sagen kann…

Obwohl alles doch so gut anfing.
Die Chemie zwischen dem Doctor und Bill stimmt einfach. Und, obwohl Autor Frank Cottrell Boyce es nicht schafft, eine gute und unterhaltsame Story zu entwickeln, so vermag er es trotzdem die Charaktere gut darzustellen. Die Dialoge zwischen Doctor und Companion wirken allesamt glaubwürdig und realistisch und rücken diese Konstellation in eine Richtung, wie wir sie als Zuschauer lange nicht mehr hatten – Der Doctor ist der Erklärende und Wissende (oder, wie es Bill selbst feststellt: der beste Lehrer ever) und Bill ist die unwissende neugierige Begleiterin. So wie es sein soll. Der Companion als Identifikationsfigur für den Zuschauer und der Doctor als unerreichter Lehrmeister. Gerade in den Jahren mit Clara geriet diese Konstellation leider weit aus den Fugen, da Clara über ein großes Wissen verfügte, sowohl über die Reisen und Orte an sich, als auch über den Doctor selbst. Eine Rolle, die in der neuen Staffel Nardole inne hat, weswegen Bill gleich von zwei Fronten aus der perfekte Gegenpol ist.

Nardole hat in dieser Folge indes nur einen kleinen Auftritt am Anfang und dieser ist geschickt mit dem subtil vertretenen Storyarc der Staffel verflochten. Man muss durchaus über eine gewisse Aufmerksamkeit verfügen, um den roten Faden der Staffel mitzubekommen: Der Doctor hat den Auftrag auf der Erde zu bleiben und etwas zu bewachen. Er darf die Erde zu keiner Zeit unbeobachtet lassen. Und Nardole hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass der Doctor dieser Aufgabe auch nachkommt. Natürlich kann der Doctor auch verreisen, denn dank der Zeitmaschine, kann er immer an den Punkt zurückkehren, von dem er los ist. Trotzdem liefert uns diese kleine Bemerkung einen Hinweis darauf, warum der Doctor sich vor so vielen Jahren als Professor an der Uni niedergelassen hat. Er muss dort sein. Das, was er bewachen soll, ist vermutlich hinter dem großen Tor, welches wir in der ersten Folge gesehen haben, bzw das Tor selbst. Von wem er allerdings diesen Auftrag bekommen hat, ist noch unbekannt.

Es macht viel mehr Spaß über diesen Storyarc nachzudenken, als nochmal die Story dieser Folge Revue passieren zu lassen… Denn die ist so dünn, dass man durchbrechen könnte. Obwohl die Folge einiges richtig macht und lustige Ideen liefert, kommt am Ende nur ein altbekannter Einheitsbrei heraus, der mit ein paar wirklich blöden Szenen und Einfällen serviert wurde. Warum man ausgerechnet Emojis wählen sollte, um Roboter in der fernen Zukunft mit Ausdrücken und sowas ähnlichem wie Sprache auszustatten, weiß wohl nur der Autor selbst. Vermutlich gab es die Idee oder die Anweisung „Emoji Roboter – weil Emojis sind voll modern und sprechen die Kleinsten an“ und die Folge wurde drumherum geschrieben… leider ging dies voll in die Hose. Obwohl die Batches mit den Emotionen, welche Bill und der Doctor tragen müssen, für den einen oder anderen Schmunzler sorgen, ist die gesamte Idee der Emoji-Roboter nur kompletter Unsinn. (Die Tatsache, dass die Roboter sich nur langsam – und das nur wackelig – fortbewegen können, statt dass man sie mit Rädern austattet, verdrängen wir an dieser Stelle mal gekonnt.)

Generell wirkt es so, als hätte sich Autor Frank Cottrell Boyce bewusst dazu entschieden, einfach viel aus alten Folgen herauszunehmen und dies in einen Topf mit der Idee „Emoji-Roboter“ zu werfen – egal, wie das Ergebnis aussehen würde. Man fühlt sich direkt an „Happiness Patrol“, „The Beast Below“ und „The Empty Child“ erinnert. Letztere hat sogar 1:1 dasselbe Ende: Intelligente Nanoroboter, die etwas falsches/gefährliches/tödliches Umsetzen, weil sie es so von einem Wirt gelernt haben und dies nicht zuordnen konnten. Das ist ein Plagiat. Und zwar ein sehr schlechtes.

Alle Menschlichen Nebendarsteller dieser Folge waren austauschbar, hatten keinen Charakter und waren nur für die jeweiligen Zwecke (Tode oder Konflikte) im Skript. Es ist schon amüsant, dass die Darsteller der Damen am Anfang eigene Promo-Shots für ihre Charaktere bekommen haben, wo die Charaktere selbst kaum Screentime hatten und im Prolog der Folge schon getötet wurden. Man hat das Gefühl, dass der Autor selbst nicht wusste, was er für Charaktere schreiben soll, warum und wie überhaupt.

Reicht es für ein aufgesetztes Lächeln? Nein nicht wirklich. Obwohl die Hauptcharaktere zu überzeugen wussten, dümpelte die dünne Story vor sich hin und schaffte es nicht ein Mal einen überzeugenden Bogen oder nachvollziehbaren Konflikt darzustellen. „Smile“ ist Durchschnittsware, wie sie im Buche steht. Nichts originelles, nichts lange anhaltendes, einfach nur eine Folge für Zwischendurch – die zwar nicht so schmerzt, wie „In the Forest of the Night“, aber auch nicht wirklich unterhält.


BEWERTUNG: 1,5 von 5 TARDISse


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Frank N. Sense
Dalek

Na ja, so schlecht fand ich es auch wieder nicht. ich hätte 3 Tardisse gegeben.

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