Review – 4×13 – Das Ende der Reise (Journey’s End)

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DOCTOR WHO
„DAS ENDE DER REISE“

(„JOURNEY’S END“)

Erstausstrahlung DE: 5. Dezember 2012
Erstausstrahlung UK: 5. Juli 2008

Drehbuch: Russell T Davies
Regie: Graeme Harper
Produktion: Russell T Davies, Julie Gardner, Phil Collinson

Der Doctor: David Tennant
Donna Noble: Catherine Tate
Rose Tyler: Billie Piper
Martha Jones: Freema Agyeman
Jack Harkness: John Barrowman
Sarah Jane Smith: Elisabeth Sladen
Mickey Smith: Noel Clarke


Das Universum steht am Abgrund seiner Zerstörung, und selbst der Doctor kann nichts mehr tun. Aber wenigstens sind alle seine Freunde da. Spoiler!

s4_13_wal_20Während der Doctor bereits regeneriert, beschließt er, dass er darauf eigentlich gerade gar keine Lust hat, und leitet die Energie auf seine alte Hand im Einmachglas um. Inzwischen aber wurde die TARDIS an Bord des Dalek-Mutterschiffs gebracht, wo sich der Doctor, Jack und Rose Davros stellen. Donna, die einen Moment zu lang zögert, wird in der TARDIS eingeschlossen, die daraufhin entsorgt wird. Doch Donna absorbiert die Regenerationsenergie der Hand und wird dadurch zu Doctor-Donna, während an der Hand ein neuer, halb menschlicher Doctor wächst. Gemeinsam retten sie den Tag, zerstören alle Daleks, schicken sämtliche Planeten wieder nach Hause, und der Doctor schenkt seinen Doppelgänger Rose als Lovetoy.

Falls es meine Zusammenfassung des „Inhalts“ noch nicht deutlich genug gemacht haben sollte: Diese Folge ist so ziemlich der größte Schwachsinn, den ich je im Fernsehen sehen musste. Vor allem, nachdem ich mich schon in „The stolen Earth“ darüber beklagt hatte, dass viel zu viele Figuren viel zu sehr damit beschäftigt sind, nutzlos in der Gegend rumzustehen, war es eine absolut logische Entscheidung, in „Journey’s End“ noch ein paar Leute mehr zum Rumstehen zu engagieren. Und das Ende ist einfach das Letzte, dazu komme ich dann noch.

s4_13_wal_11Über die Story könnte man im Grunde komplett hinweggehen, denn es gibt sie nicht. Davros und seine Daleks wollen alle Planeten im Universum zerstören – warum, das wird nie hinterfragt, ist aber eigentlich auch gar nicht wichtig. Hauptsache Drama. Der Doctor, der nie eine Waffe tragen will, hat seine Companions in Waffen verwandelt, die sich in seinem Namen opfern, skandiert Davros, und da guckt er dann bedröppelt, der Doctor. Der Lernprozess dauert aber vermutlich noch etwas, denn am Ende passiert genau das doch wieder, Donna opfert ihr Leben (hier ihre Erinnerung daran) für ihn. Und der böse, böse Mensch-Doctor macht dann noch alle Daleks kaputt, das war vermutlich die irgendwie halbherzig nachgeschobene Moral, dass der Mensch in ihm dafür verantwortlich ist, während der echte Doctor angemessen empört ist, sich jetzt aber auch nicht unbedingt überschlägt, das zu verhindern.

Doch bleiben wir beim Thema und werfen einen kritischen Blick auf den Zweitdoctor. Die Logik hinter seiner Entstehung muss man nicht verstehen, im Grunde ist er sowieso nichts anderes als ein Deus Ex Machina, um sie aus der Sackgasse zu holen, die sich Drehbuch schimpft. Der Gipfel der Unverschämtheit aber ist, dass der echte Doctor ihn mehr oder weniger Rose aufdrängt. Ich meine, ich sehe schon, worauf man hinauswollte: Rose kriegt ihr Happyend, während der Doctor großmütig auf seines verzichtet und weiter still leidet. Aber passiert das wirklich? Tatsächlich ist es doch so, dass Rose eine schlechte Kopie des Mannes bekommt, den sie liebt, eine aufblasbare Puppe wäre auch nicht unverschämter gewesen.

s4_13_wal_17Selbst wenn wir mit viel gutem Willen hinnehmen, dass Rose mit dem Ersatzdoctor glücklich wird, spiegelt Donnas Abschied von der Serie perfekt wieder, wie schlecht der Charakter die ganze Staffel über behandelt wurde. Von Anfang an wurde sie als etwas hohle Frau thematisiert, deren Fähigkeiten sich darin erschöpften, Akten zu finden und lautstark über alles zu klagen. Vor allem wenn man sich bewusst macht, dass „Doctor Who“ immer noch eine Kinderserie sein soll, kann man eigentlich nur den Kopf darüber schütteln, welche Art von Vorbild Donna für Mädchen abgibt. Was als Comic Relief gedacht war, war bei genauerem Hinschauen oft genug geradezu beleidigend, und das setzt sich sogar hier noch fort, als Jack, der bekanntlich alles anspringt, an Donna keinerlei Interesse zeigt. (Nicht zu erwähnen die Szene, als sie sogar Sarah Jane von ihm wegstößt, um ihn selbst zu umarmen.) Und das bisschen Entwicklung, das sie nun innerhalb dieser Staffel erlebt hat, wird ihr am Ende auch noch genommen. Wir können also davon ausgehen, dass sie ihr trauriges Leben damit fortsetzt, einen Mann zum Heiraten zu suchen.

Note’s End. Der letzte Ausweg von UNIT, die Erde zu zerstören, war irgendwie gruselig. Und dass Martha da mitmacht, reichlich unglaubwürdig. Apropos, alle Planeten werden direkt zurücktransferiert, nur die Erde muss der Doctor natürlich persönlich nach Hause bringen. In der Realität hätte das den Planeten wohl zerrissen. Alle dürfen die TARDIS fliegen außer Jackie – wozu genau noch mal war sie in dieser Folge?


BEWERTUNG: 0 von 5 TARDISse

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