Rezension: Die Dynastie der Winter – Teil 1: Die Götter – Hörbuch

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„Die Dynastie der Winter – Teil 1: Die Götter“

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Doctor Who – „Die Dynastie der Winter – Teil 1: Die Götter“
Erstveröffentlichung: 26.08.2016
Format: Hörbuch (CD & Audiodownload)
Minuten: 89 (Auf 2 CDs)
Autor: James Goss
Übersetzung: Evelyn Pesch
Gelesen von: Lutz Riedel

Auf einem fernen Kolonialplaneten der Menschheit, im Schutze einer riesigen Kuppel, ruft Diana Winter die TARDIS herbei. Dazu bedient sie sich einer geheimnisvollen Karte mit der Aufschrift: »Am schlimmsten Tag deines Lebens ruf nach dem Doktor.« So kommen der Doktor und Clara zu ihrem bislang ungewöhnlichsten Auftrag. Doch es ist ein Einsatz mit weitreichenden Folgen …

Das Hörbuch kann hier bestellt werden.


Rezension

Wir haben schon zwei deutsche Doctor Who Hörbücher hinter uns und doch ist das hier ganz anders. Bastei Lübbe hat sich den aktuellen Geschichten des Whoniversums angenommen und bringt diese, anders als Audible mit Shada und Die Stadt des Todes, sogar auf CD heraus. Doch hier alleine hören die Unterschiede der Produktionen noch nicht auf. Zwar ist es im ersten Augenblick schade, dass mit Lutz Riedel kein eigentlicher Sprecher der Serie als Leser verpflichtet wurde (Wenngleich Riedel durchaus in Doctor Who schon zu hören war – als deutsche Stimme von Timothy Dalton als „Rassilon“ in „Das Ende der Zeit Teil 1 und 2“), aber beim hören fällt dies gar nicht negativ auf. So haben die Audible Produktionen zwar den Vorteil, dass dort Michael Schwarzmaier, die deutsche Stimme aller klassischen Doctoren, zu hören ist – aber die Hörer, die sich daran gestört haben, dass Schwarzmaier in den Audible Hörbüchern, den vierten Doctor wie den siebten sprach, können getrost zu Lutz Riedels Interpretation des zwölften Doctors greifen. Riedel versuchte nicht eine eigene Interpretation in die Geschichte zu quetschen, sondern hielt sich an die Vorlage – was das Hörvergnügen deutlich erhöht.

Die Geschichte dieses ersten Teils einer insgesamt vierteiligen Story, ist recht durchschnittlich. Man wird sofort in die Geschichte geholt, ohne eine Erklärung wie und warum und befindet sich fortan für fast neunzig Minuten auf Abenteuerreise mit Clara, dem Doctor und Diane Winters. Das interessante an der Geschichte ist, dass es quasi zwei Geschichten in einer sind. Obwohl es eine fortlaufende Handlung ist, die am Ende selbst anmerkt, dass beide Ereignisse eigentlich ein großes Ganzes sind, wechselt man trotzdem zwischen zwei völlig verschiedenen Settings. Negativ aufgefallen ist dabei das Ende. Denn die zweite Hälfte der Geschichte ist deutlich düsterer als die Erste und man befindet sich mitten im Kampf gegen die böse Alienrasse. Auch die Beschreibungen von Diane Winters, welche dem Doctor erklärt, wie sie ihre Mutter und ihren Mann verloren hat und nun auf der Suche nach ihren entführten Kindern ist, erzeugen ein düsteres Bild – das alleine ist nichts Schlimmes, wenn das Ende der Geschichte nicht auf lustig getrimmt wäre. Es erinnerte sehr stark an den Ausgang des Big Finish Hörspiels The One Doctor, welches eine ähnliche Thematik bot. Beim hören verärgert dieser unpassende Umschwung der Stimmung ein wenig, wird man doch dadurch aus der Geschichte gerissen – zum Glück ist die Geschichte danach eh vorbei, sonst wäre es noch unbefriedigender.

Ein roter Faden, der mit der mysteriösen Karte, mit welcher Diane den Doctor ruft, zusammenhängt, wird nur am Rande angerissen und vermutlich in den zukünftigen Geschichten fortgeführt. So wirkt dies etwas aufgesetzt – aber man sollte es im Gesamtkontext der Geschichten sehen und dies deswegen nicht in die Bewertung einfließen lassen. So machen die paar offenen Fragen durchaus Lust auf mehr, jedoch regen sie nicht zum selber nachgrübeln an.

Die Qualität der Aufnahme und die Abmischung ist ausgezeichnet. Lutz Riedel ist sehr angenehm zuzuhören und vermag es, allen Charakteren die nötige Tiefe zu verleihen, sofern dies die Geschichte zulässt. Sehr positiv anzumerken ist auch, wieder im Gegensatz zu den Audible Hörbüchern, dass man hier stark mit Effekten und Sounds gearbeitet hat. So hört man bekannte Töne wie den Schallschraubendreher des Doctors, oder die TARDIS. Aber auch Hintergrundgeräusche wie Vogelzwitschern, Schüsse, Brummen von Raumschiffen und vieles mehr. In den richtigen Situationen haben die Charaktere einen Halleffekt auf der Stimme und ähnliches. Das alles rundet die gelungene Umsetzung ab und hat einen deutlichen Vorteil, zu den effektlosen und einfach nur gelesenen Hörbüchern der Konkurrenz.

Die Dynastie der Winter – Teil 1: Die Götter überzeugt durch eine gelungene Umsetzung und einen angenehmen Vorleser. Die Geschichte selbst sorgt für durchschnittliche aber unterhaltsame eineinhalb Stunden und weitere Teile sind bereits angekündigt und können schon vorbestellt werden. Eine klare Kaufempfehlung für das Hörbuchvernügen zwischendurch.

Das Hörbuch kann hier bestellt werden.


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