Diskussion – 006 – The Aztecs

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http://whoview.de/2014/06/23/diskussion-006-the-aztecs/
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Toby:
Hallo, Frida. Auch mal wieder ein neues Gesicht hier. Wir steigen in die TARDIS und landen in der Vergangenheit. Heute bei den alten Azteken in „The Aztecs“.

Frida:
Hallo Toby, naja so neu auch wieder nicht, das letzte Mal bin ich bei den Daleks gelandet. Ja die Aztecs, wird als eine der besten Folgen gehandelt nichtwahr?

Toby:
Ach, stimmt. Die Daleks hattest du mit Andre besprochen, oder?

Frida:
Richtig, ist aber schon eine Weile her.

Toby:
Ob es als eine der besten gilt, weiß ich jetzt nicht. Ist auf jeden Fall eine meiner liebsten. Hätte ich nicht Marco Polo wegen der Besprechung für die Seite gesehen, wäre Aztecs immer noch auf Platz eins.

Frida:
Ich habe an sich keine Lieblingsfolge aber die Aztecs sind bei mir ganz weit oben, ich kann mich noch an die Begeisterung erinnern mit der ich sie das erste Mal gesehen habe.

Toby:
Dann kann man wohl durchaus erwarten, dass die Besprechung sehr einseitig sein wird.

Frida:
Kritik habe ich trotzdem, aber mehr an der technischen Seite, den Plot finde ich super.

Toby:
Die Episode startet dabei ja sehr klischeehaft nach dem etablierten Status Quo. Die TARDIS landet, das Team durchsucht das Gebiet – hier eine Kammer – und werden von der TARDIS getrennt. Soweit ist alles wie immer.

Frida:
Wir bekommen sogar das „I told her not to wander off“ zu hören, tja die Companions machen eben nicht was der Doctor sagt.

Toby:
Welcher hat das denn schon jemals gemacht. hihi
Ist doch die Companion Regel Nr. 1

Frida:
Wenn ich so an einige Specials denke, die Doctoren hören gegenseitig auch nicht auf einander.

Toby:
Ich denke auch, dass ist ein wichtiges Kriterium nach dem er sich seine Begleiter aussucht. Er selbst ist ein Charakterkopf, also will er auch Charakterköpfe um sich haben. Solange sie leidenschaftlich gerne mit ihm durch das Universum reisen möchten zumindest.

Frida:
Aber zurück zu den Aztecs, was macht Barbara als erstes nachdem sie eine Aztekische Mumie findet? Klar den Schmuck anprobieren!

Toby:
Da möchte ich übrigens gleich mal sagen, wie gut die Ausstattung ist! Das kann wirklich nicht oft genug gesagt werden. Die Requisiteure und Kostümbildner haben ganze Arbeit geleistet.
Ohne dass würde wirklich was wichtiges in der Episode fehlen.

Frida:
bis auf das sehr offensichtliche Hintergrundbild der Aztekischen Stadt, da hat man doch sehr erkennen können das das eine Leinwand ist, allein die Lichtreflexe des Stoffs. Aber über die Requisite und Ausstattung kann man sich nicht beschweren. Ich hatte besonders Spaß an den Federn der Hüte die sich beim Verbeugen hin und wieder verheddert haben.

Toby:
Ja. Vom heutigen Standpunkt wirkt das natürlich sehr schlecht. Aber das war damals der Stand der Technik.
In größeren Produktionen abseits Hollywood war das auch nicht viel besser.

Frida:
Wenn sie den Stoff ein kleines bisschen mehr gestrafft hätten, aber was Solls das ist jetzt tatsächlich Haarspalterei.

Toby:
Also ich hab’s bemerkt, aber es hat mich auch nicht gestört.

Frida:
An anderer Stelle die Folge hat gewisse Parallelen zu „der Weg nach El Dorado“ oder ist nur mir das aufgefallen?

Toby:
Nee. In Dr. Who musste es ja Kindergerecht sein. Da sind die tatsächlich voll in jedes Klischee – auch wenn das zu negativ klingt – reingegangen, dass sie finden konnte. Wundert mich, dass niemand in einen Vulkan geschmissen wurde. Aber das war wohl nur aus Kostengründen nicht drin.

Frida:
Ich glaube wir haben da verschiedene Vorstellung von kindergerech.t

Toby:
Wir reden hier über die 60er

Frida:
Na dann. Aber ich muss zugeben ich hatte meinen Spaß an der Folge, vor allem dank Ian und dem Doctor.

Toby:
Wenn ich keinen Spaß an der Folge hätte, wäre sie ja nicht einer meiner liebsten Folge. Wobei es den Doktor wohl am schlimmsten erwischt hat. Ian muss seine übliche Actionnummer abziehen. Der Doktor muss hier heiraten.
Und will er es auch durchziehen.

Frida:
Der “Vulcan neck pinch“ als es noch keine Vulcans gabe, ja ja. Aber um ehrlich zu sein die Choreographie der Kampfszenen war grauenhaft. Naja der Doctor hatte es nicht anders verdient, das bekommt man wenn man ganz viel flirtet um an Informationen zu kommen.

Toby:
Der war klasse. Und ich frag mich jedes Mal woher der das kann?! Sowas lernt man nicht in der Armee. Vor allem weil es unmöglich ist!
Die Choreografie mag grauenhaft sein, aber so wird gekämpft, wenn man nicht sonderlich gut kämpfen kann, bzw. eine unterentwickelte Kampffähigkeit hat. Dafür war es aber auch sehr schön dramatisch inszeniert.

Frida:
Der Doctor ist ein sehr gerissener Kerl, schade dass davon nichts auf Susan vererbt wurde.

Toby:
Jo… was soll man noch über Susan sagen. Sie kreischt halt und gut ist.
Da drehen wir uns ja auch immer wieder im Kreis.

Frida:
Hätte sie den Typen eben geheiratet, drei Tage später wäre er ja sowieso tot gewesen.

Toby:
Aber sie haben versucht, Susan was zutun zu geben! Sie sind gescheitert, aber sie haben es versucht

Frida:
Übrigens etwas was mich sehr amüsiert hat. Der Schauspieler der Ixta gespielt hat, heißt mit Vornamen Ian.

Toby:
Soweit habe ich mich informiert. Aber danke für die Info. Wirklich lustig, wäre es wenn Ian in Wirklichkeit Ixta heißen würde.

Frida:
Die Namen waren schon etwas, ich kann mir immer nicht merken wer, wer ist.
Aber am besten an der Folge hat mir glaube ich das ständige Pläne schmieden gefallen.

Toby:
Das Wichtigste haben wir jetzt aber noch gar nicht angesprochen. Die Folge hier hat einen unglaublichen Einfluss auf die Serienkontinuität. Hier wird wortwörtlich gesagt, dass die Geschichte einfach nicht geändert werden kann. Barbara wird zur Göttin und will Menschenopfer verbieten. Der Doktor erklärt es ihr. „You can’t change history, not one bit.“ Und die Folge dreht sich dann einzig und allein um Barbaras Erkenntnis, dass der Doktor damit Recht behält.

Frida:
*not one line aber ja du hast vollkommen Recht
Um dieses Thema geht es ja später auch in der Folge „The Time Meddler“

Toby:
Ja, das war gut. Vor allem dass sie eben mehrere Pläne gebraucht haben. Das war für mich auch wichtig, damit in einem reinen Historical, ohne Aliens, Knarren oder sonst was Spannung erzeugt wird. Die müssen scheitern.

Toby:
Ganz toll. Und gut, dass die Macher es so unmissverständlich gesagt haben. Obwohl danach so oft dagegen verstoßen wurde. Vor allem in der New Series.

Frida:
Wobei der Doctor sich verstärkt versucht hat herauszuhalten, weil er von den restlichen Time Lords nicht bemerkt werden wollte, das Problem hatte er in den New Series nicht mehr. Die Time Lords sind seltsam was das Verändern der Vergangenheit angeht, finde ich. Manchmal heißt es „fass bloß nichts an“ und dann wieder „geh und töte Davros“.

Toby:
Das wird durchaus erklärt. Ausnahmen von Regeln sind ja auch nichts Ungewöhnliches. Und die Time Lords haben es in ihrer Jahrtausende alten Geschichte nur zwei Mal in Betracht gezogen.
Und beide Male wegen eines Zeitkrieges bzw. dem Verhindern von einem.

Frida:
Zurück zu der Folge, was sagst du eigentlich zu Barbaras verhalten?

Toby:
In einem Wort würde ich verständlich sagen.
Aber dumm. Zu glauben, sie könnte an einem Tag eine ganze Kultur ändern.
Das war einfach offensichtlich unmöglich. Aber es ist schon sehr menschlich, es versuchen zu wollen.
Wobei hier ja auch wieder das Unmenschliche des Doktors durchkommt, der die Situation komplett rational betrachtet.

Frida:
Sie hatte aber auch einige „Badass“ Momente, vor allem in der Konfrontation mit Tlotoxl (Highpriest of Sacrifice)

Toby:
Sie war die Göttin! Der musste das kapieren. Ich finde generell, dass die Charaktere hier einen großen Sprung gemacht haben. Die Companions haben ja immer zum Teil an mangelnder Persönlichkeit gelitten. In der letzten Folge hatten wir dann das langsame Entwickeln eines Teams und hier ist jedem bewusst, welche Rolle er sowohl in der Episode, als auch im TARDIS Team zu spielen hat.

Frida:
Das ist mir auch aufgefallen, ich glaube das hatte auch damit zu tun das jeder mehr oder weniger die Situationen alleine regeln musste was eben auch zu Missverständnissen geführt hat. Zum Beispiel das der Doctor Ixta aus Versehen geholfen hat sich einen Vorteil gegenüber Ian zu verschaffen. Im Endeffekt konnten sie aus der Situation heraus kommen als jeder seinen Teil geleistet hat (außer Susan)

Toby:
Japp. Und genau das gefällt mir. Jeder hat eine Geschichte, die am Ende zusammengeführt wird.

Frida:
Das haben sie doch bei Keys of Marinus auch ähnlich versucht oder?

Toby:
Ja, aber wegen der vollkommen wirr erzählten Geschichte war das einfach ein Kampf, der nicht gewonnen werden konnte.

Frida:
Was mir noch positiv aufgefallen ist, ist das sowohl Barbara als auch Ian tatsächlich mit ihren Fähigkeiten glänzen konnten. Barbara mit ihrem Wissen und Ian mit seinen Kampffähigkeiten, wo er die her hat ist mir allerdings ein Rätsel.

Toby:
Hab ich ja auch gesagt. Er hat eben auf Vulkan trainiert. Das ist eine Erklärung, die so gut ist, wie jede andere.

Frida:
vielleicht ist Mathematiklehrer sein einfach nicht erfüllend genug.

Toby:
Wer neu im Fight Club ist, muss halt als erste kämpfen. Da lernt man wohl einiges.
Gib Ian niemals Seife

Frida:
er braucht keine Seife er hat seinen Daumen

Toby:
Wenn du nichts mehr zu sagen hast, kommen wir zur Bewertung. Ich muss hier wirklich sagen, die Kostüme waren klasse, die Charaktere super ausgebaut und eingesetzt, alle Stories nehmen Einfluss. Für jeden, der sich nur ein bisschen für Geschichte interessiert ist die Episode nahezu perfekt. Und das bekommt sie auch von mir. Die Höchstwertung.

Frida:
Ich muss dir zustimmen, ich habe zwar Überlegt einen Punkt abzuziehen sozusagen „room for improvement“ aber warum auch. Die Episode ist super, da nehmen ihr auch die nachfolgenden nichts.

Toby:
Also zwei nahezu perfekt. Hat sie sich auch verdient. Ich bedanke mich dann für deine Zeit. Nach langem Hin und her hat es ja endlich funktioniert.

Frida:
Immer gerne, guten Abend noch.

Toby:
Dir auch. Ciao
Ich geh dann mal schlafen. Gute Nacht.

Frida:
gute Nacht

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