Diskussion – 003 – The Edge of Destruction

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http://whoview.de/2013/10/03/diskussion-003-the-edge-of-destruction/
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Toby:

Dann mal hallo an André und willkommen zum Whoview. Wir steigen in die TARDIS und landen in der Vergangenheit. Dieses Mal zu Edge of Destruction. Dem ersten Mehrteiler, der besser keiner wäre.

 

André:

Auch von mir ein Hallo und eine freudig winkende Begrüßung an die jenigen, die sich wieder hier her verirrt haben.


Toby:

So. Edge of Destruction.

Was kann man dazu sagen.

Als erstes Mal die positiven Sachen, die sind nämlich schneller abgehakt

André:

Leider nicht wirklich viel… denn trotz seiner Kürze passiert noch weniger als anzunehmen war

Positiv wäre die Idee an sich und die lustige und auch simple Lösung des Ganzen.

Aber wenn wir der Reihe nachgehen, dann wäre mein erster positiver Punkt dieser Super-stylishe Kopfverband des Doctors.

Toby:

Der hat was. Fehlt nur noch die Harley Davidson

André:

Mein erster Gedanke war „Rambo-Hartnell“

Toby:

Aber wenn wir schon mal beim Doktor sind. Ich muss sagen, Bill Hartnell hat aus meiner Sicht perfekt gespielt. Das Ganze ist ja schon ein Kammerspiel. Es gibt ja nichts anderes als die Charaktere und die Schauspieler. Und er hat wirklich brilliert.

André:

Das stimmt. Im Gegensatz dazu war Susan ein sehr starker Kontrast. Es war wahrscheinlich dem Drehbuch geschuldet, aber das Gesicht was Carole Anne Ford aufsetzte, um die besessene Susan darzustellen, war schrecklich.

Um es anders auszudrücken – schrecklich Klischeehaft

Toby:

Und vor allem war es wohl einer der schlechten Red Herrings.

Er hat einfach nicht ins Ende gepasst

Warum sollte sie mit einer Schere auf sie losgehen, um sie zu warnen. Das passt nicht zusammen.

André:

Das stimmt. Dieses Verhalten sollte den Zuschauer auf die falsche Fährte führen, dass sie etwas – oder jemand – in seinen Bann gezogen hat. Nach der Auflösung ergab das Verhalten aber leider keinen Sinn mehr.

Toby:

Aber meine Lieblings Szene ist immer noch Ian, der einfach nicht gegen die TARDIS-Tür gewinnen kann. XD

André:

Ich kann mir durch die Zeitanomalien die Amnesie der Charaktere sowie deren Orientierungslosigkeit erklären, aber nicht dieses besessene, wahnhafte Verhalten von Susan – oder Ian, der ja auch kurzeitig im Wahn den Doctor erwürgen wollte.

Toby:

Er versucht es und versucht es, aber sie ist einfach zu schnell.

André:

Viiiiel zu schnell, das war ja nahezu einmal blinzeln und schon war die Tür wieder zu… naja schön wäre es, wenn es so gewesen wäre.

Aber diese lustige Szene war noch ein Pluspunkt, weil sie – zwar unfreiwillig, aber trotzdem – recht komisch und unterhaltsam war.

Toby:

Ich find aber die geshattnerte Susan relativ witzig. Weil es so gar nicht gepasst hat. Ich kann mir das so vorstellen, dass die TARDIS sie warnen wollte und deshalb immer mal Besitz ergriffen hat. Aber gepasst hat es halt nicht. Warum sollte jemand auf einen verklemmten Knopf kommen, weil jemand ihn/sie erwürgt?

Dumme TARDIS.

Aber das würde erklären, warum Ian auf einmal die Fähigkeit zum Laufen verliert

Macht einfach alles keinen Sinn.

André:

Dumme TARDIS – und der Doctor sagt hier etwas was, gerade in der neuen Serie völlig anders gezeigt wird. Er sagt dass die TARDIS als Maschine nicht lebendig ist.

Toby:

Das ist auch richtig so. Dass die einen eigenen Kopf hat, ist ja auch gut so – hat mein PC auch öfter – aber ein wirkliches Lebewesen…. Nö.

Das war schon bei Lexx komisch, hat aber in die Serie gut reingepasst.

Sind dann die Knöpfe NIppel?

André:

Künstliche Intelligenz ist auch durchaus im Bereich des Vorstellbaren – eine Seele eher nicht.

Toby:

Eben. Eine hochentwickelte KI, die der Doktor nicht so richtig einstellen kann.

André:

Was ich durchaus interessant fand war, dass der Zuschauer nicht nur auf eine falsche Fährte gelockt werden sollte (durch die offenen TARDIS-Türen), sondern das auch die Figuren dieser Fährte erstmal folgten, im Glauben etwas könnte in die TARDIS gelangt sein.

Toby:

Das waren auch die guten Szenen. Ich hab auf die Anzeige geschaut. Und die ersten 15 Minuten waren wie wirklich effektiv. Wie in einem Hitchcock Film wurde schön Spannung aufgebaut, weil man erwartet hat, dass etwas kommt. Und das ist das Tragische. Die Folge enttäuscht nicht durch schlechte Ideen oder schlechtes Spiel. Sie enttäuscht, weil sie zwei Geschichten hatten, eine am Anfang, eine am Ende. Aber nichts für die Mitte. Die erste viertel Stunde ist gut und die letzte. Alles andere könnte man eigentlich überspringen.

Die Folge nicht als Doppelfolge, sondern als einzelne und es wäre eine nette Fillerfolge gewesen, mit gutem Kammerspiel und guter Spannungskurve.

André:

Man kann ja froh drüber sein, dass es nur 2 Episoden waren und nicht noch mehr.

Apropos Kammerspiel. Gerade hier fielen mir sehr viele Hartnell Versprecher auf.

Toby:

Mir eigentlich nur in der zweiten Folge. Bei dem Technobabble. Aber man muss ja weiterhin rätseln, was davon beabsichtigt war.

André:

Als Barbara zu ihm sagt, er könne sie gar nicht nachhause bringen – oder Rausschmeißen – (bin mir gerade nicht mehr sicher worum es ging), sagt er zu ihr „Don´t underresta… ehm… underestimate my power“ oder so ähnlich. Da musste ich schon schmunzeln

Toby:

Tja. Das ist halt die Hartnellpower. Selbst wenn er verliert, gewinnt er.

André:

Ich überlege was noch war, aber irgendwie ist einfach nicht viel passiert. Ich hatte auch beim Schreiben der Review das Problem mich an kaum etwas erinnern zu können – direkt nach dem schauen, einfach weil so viel gestreckter, langweiliger Kram drin war.

Der Doctor entschuldigt sich bei Barbara und schließt schließlich Freundschaft mit den beiden. Das war sehr schön geschrieben und ein versöhnender Schluss.

Toby:

Es passiert wirklich nicht viel

Ich fand noch den Dialog zwischen Ian und dem Doktor gut mit dem Satz „One mans law is another mans crime.“ Der war gut.

Ansonsten musste ich lachen, als der Doctor fast schon vor Freude springend durch die TARDIS geht, als er seine Companions betäubt hat. Das war irgendwie goldig.

Gut fand ich noch, dass gezeigt wurde, wie man in der TARDIS so lebt. Mit dem Wasserspender, der auf Knopfdruck Wasser spendet… und dem wohl nervigsten und merkwürdigsten Alarmgeräusch aller Zeiten.

Mehr gibt es in der Tat nicht zu der Folge zu sagen.

Der Rest war ein großes Nichts.

André:

Der Wasser und Nahrungsspender wurde ja schon in „The Daleks“ eingeführt. Ich möchte allerdings ungerne mein Wasser aus Plastiktüten trinken.

Toby:

Ja mit der Einstellung wirst du nie Astronaut.

André:

Ach da habe ich auch ganz andere Träume

Hast du sonst noch was?

Toby:

Das eigentliche Ende fast ich lustig. Aber da nie wirklich Spannung aufkam und es keinen Höhepunkt gab, hatte es keine Wirkung und passte auch nicht in die Folge rein. Ansonsten wäre ich wirklich durch.

André:

Dann machen wir es doch, wie es der Drehbuchautor damals besser gemacht hätte, und ziehen diese Diskussion nicht unnötig in die Länge.

Toby:

Jo.

André:

Dann dein Fazit bitte.

Toby:

Schwierig.

Ich finde sie nicht so schlecht, dass sie richtig übel wäre. Aber viel mehr verdient hat sie einfach nicht.

Sie ist ja mehr langweilig als tatsächlich schlecht.

Aber dennoch gebe ich ihr ein schlecht. Alles in allem kommt nicht mehr dabei raus.

André:

Ich vergebe ein „durchschnitt“, aber wohlwollend, weil mir Hartnell sehr gut gefallen hat und die Grundidee sehr gut war. Aber es ist wirklich durchschnittlichster Durchschnitt… mehr leider nicht. Je mehr ich drüber nachdenke, desto schlechter würde meine Wertung werden, deswegen sag ich lieber nichts weiter.

Toby:

Ui, dann liegen wir aber diesmal weit auseinander.

Ich bemesse das an dem Wert, ob ich sie nochmal sehen wollte. Und da reicht einmal, um zu wissen, dass es sie gibt, völlig aus.

André:

Aber „schlecht“ bringe ich nicht übers Herz, dafür hat mir Hartnells Spiel und einige Kleinigkeiten zu gut gefallen…

Toby:

Joah. Für mich retten diese Kleinigkeiten sie auch nur vor dem Totalversagen. Eine Stufe niedriger hätten wir ja auch

André:

Aber du würdest sie doch nicht auf eine Stufe mit dem Web Planeten oder Twin Dilemma stellen, oder?

Toby:

Nein. Deshalb ist sie eins höher

André:

Na gut, dann sind wir uns halt uneinig. Eine Bewertungsvielfalt ist doch auch schön.

Toby:

Ansonsten müssten wir uns ja auch nicht zusammensetzen

Also mir hat die Diskussion jedenfalls mehr Spaß gemacht als die Folge. Dann wünsch ich dir noch einen schönen Abend. Und allen draußen alles Gute. Bis zum nächsten.

André:

Das stimmt. Gut dann bedanke ich mich bei dir fürs wiedermalige mitmachen. Und ich freue mich auf das nächste Mal.

Auf Wiederschreiben. 😉


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